Zum Content springen
Neue Suche

Absender

Empfänger

Graz, 20. Februar 2026 (aiz.info)

Agrarinnovationspreis Vifzack 2026: Mut und Ideen sind ihr Antrieb

Innovation und Erfolg sind keine Frage der betrieblichen Größe

Der Agrarinnovationspreis steht für Mut, Kreativität und Unternehmergeist der steirischen Bäuerinnen und Bauern. „Die Vifzack-Kandidaten erschließen neue Aktivitätsfelder, setzen Trends und gestalten aktiv die Zukunft ihrer Höfe. Mut und Ideen sind ihr Antrieb“, unterstreicht Landwirtschaftskammer Steiermark-Präsident Andreas Steinegger. Beeindruckend, so Steinegger weiter, ist der Feuereifer und der unbändige Umsetzungswille mit dem die Kandidat:innen wirtschaftlich tragfähige Projekte umsetzen: „Ihre Innovationen sind ansteckend und geben der Branche eine neue Aufbruchstimmung. Die Projekte zeigen, dass Innovation und Erfolg keine Frage der betrieblichen Größe sind.“ 

Sieger-Gala am 11. März um 18 Uhr im Steiermarkhof. 

Landwirtschaftskammer und Steiermärkische Sparkasse unterstützen mit dem Agrarinnovationspreis Vifzack 2026 die wegweisenden Ideen der steirischen Bäuerinnen und Bauern. Die insgesamt 17 eingereichten Vifzack-Projekte hat eine Fachjury bewertet, zudem hat die Landwirtschaftskammer diese einem Publikumsvoting unterzogen. Für die Siegerermittlung wurde beides je zur Hälfte gewichtet. Alle Kandidat:innen und Sieger werden am 11. März um 18 Uhr bei einer Gala im Steiermarkhof in Graz gewürdigt. Sechs beeindruckende Projekte mit potenziellen Chancen auf eine Vifzack-Auszeichnung stellen wir heute vor. Diese sind (in alphabethischer Reihenfolge):

Exotik mit Erdung: Steirische Physalis von B&B Raritäten
Projekt Patenhuhn: Neues Leben am alten Hof
Alten Rassen, neuen Ideen und frischer Wind
Schilcherland Pilze aus dem Stollen und Kreislaufwirtschaft im Kopf 
Vom Praktiker für Praktiker: einfaches Waschen von Kisten und Paletten mit Patent
Garten im Berg auf 960 Metern Seehöhe 

Innovation erfolgt direkt auf den Höfen. 

„Die Landwirtschaft ist ein Hort der Innovationen, diese passieren direkt auf den Höfen und haben für den Fortschritt in der Landwirtschaft eine entscheidende Bedeutung. Durch Innovationen machen sich die landwirtschaftlichen Betriebe zukunftsfit“, unterstreicht LK Steiermark-Vizepräsidentin Maria Pein. Und ergänzt: „Den Erfolg, den die Betriebe durch ihren Ideenreichtum, Tatendrang und ihre Umsetzungsstärke einfahren, ist schwer erarbeitet.“

Kammer berät Betriebe von der Idee bis zur Umsetzung. 

„Erfolgreiche Innovationen fallen nicht vom Himmel, sie müssen zielgerichtet entwickelt werden. Dazu braucht es neben guten Ideen, Mut und Risikobereitschaft auch Durchhaltevermögen. Daher bietet die Landwirtschaftskammer den Bäuerinnen und Bauern als besonderes Service auch eine profunde Innovationsberatung an“, sagt Kammerdirektor Werner Brugner. Zahlreiche Vorzeigeprojekte, die von den Landwirtschaftskammern österreichweit unterstützt wurden, finden sich auch auf der Homepage „Mein Hof – mein Weg“. Brugner: „Sie sollen erste Inspirationsquellen sein, wenn neue Wege eingeschlagen werden.“ 

Oliver Kröpfl, Vorstandsmitglied der Steiermärkischen Sparkasse: „Unsere landwirtschaftlichen Betriebe beweisen mit ihren kreativen Konzepten eindrucksvoll, wie viel Innovationskraft und Zukunftsdenken in ihnen steckt. Als Steiermärkische Sparkasse sehen wir es als wesentlichen Auftrag, diese Entwicklungsbereitschaft aktiv zu begleiten und neue Wege mitzugestalten. Gerade in einer Zeit großer gesellschaftlicher Veränderungen möchten wir unsere Landwirt:innen darin unterstützen, Chancen zu erkennen, Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln und ihre Betriebe langfristig stabil, zukunftsfit und nachhaltig auszurichten.“

Sechs beeindruckende Projekte mit potenziellen Sieger-Chancen

Exotik mit Erdung: Maria Bernhart (36) und Gerald Binder (39) machen Physalis und weitere Raritäten in Eibiswald heimisch (Südweststeiermark). 

Physalis – die exotische, orange Frucht ziert gern unsere Dessertteller. Dass sie aber fast ausschließlich aus Übersee importiert wird, „das wissen die wenigsten", sagen Maria Bernhart (36) und Gerald Binder (39) von B&B Raritäten aus Eibiswald. Sie zeigen, dass diese Frucht auch regional erfolgreich angebaut werden kann. Auf ihrem Direktvermarktungsbetrieb in der Südweststeiermark produzieren sie seit mehreren Jahren steirische Physalis – frisch, luftgetrocknet, gefriergetrocknet bzw. verarbeitetet als Fruchtaufstrich, Fruchteis etc.

Nach der Hofübernahme 2013 stellen die beiden den Betrieb neu auf, weil sie in ihren Berufen, die sie studiert haben, bleiben wollen. Gerald ist Maschinenbauer, Maria ist Biologin, arbeitet bei Saatzucht Gleisdorf – und kann zu Hause Forschung und Praxis verknüpfen. Statt zuvor auf Schweinehaltung setzen sie bewusst auf Ackerbau mit Direktvermarktung, Verarbeitung und Nischenkulturen. „Wenn wir Landwirtschaft betreiben, dann mehr als nur als Hobby. Sie muss wirtschaftlich tragfähig sein", erklärt Maria Bernhart. Neben Ölkürbis und Käferbohne entwickelten sie auch Chili, Popcornmais, Wassermelonen und nun vor allem Physalis zur vielversprechenden Innovation. Die wärmeliebende Kultur erfordert viel Handarbeit und Know-how, überzeugt im heimischen Anbau jedoch durch intensiven Geschmack. Künftig soll die Physalis-Anbaufläche von 1.100 auf 3.000 Quadratmeter steigen und sich als tragende Säule des Betriebs weiter etablieren. 

Maria Bernhart und Gerald Binder streben neben höchster Qualität in der Urproduktion vor allem auch höhere Wertschöpfung durch Verarbeitung an – von der Chili-Sauce bis zum fertigen Popcorn, das künftig die Popcornmais-Schiene erweitern soll. Die neue Gefriertrocknungsanlage eröffnet für viele Kulturen neue Möglichkeiten. „Innovation heißt für uns nicht, immer mehr neue Kulturen auszuprobieren, sondern die richtigen konsequent weiterzuentwickeln", so Bernhart.

Samuel Friesinger (24): Mit alten Rassen, neuen Ideen und Eifer zum Vollblut-Bauern und Meisterfleischer (Fehring, Südoststeiermark). 

Dachdecker wird Samuel Friesinger (24) nicht wie geplant. Stattdessen Fleischermeister, Direktvermarkter, Winzer, Tankstellen-Mitbetreiber und Vollblut-Landwirt, der mit alten Rassen bewusst neue Wege geht. Sein Weg in die Landwirtschaft beginnt ohne eigenen Hof. Statt Polytechnikum entscheidet er sich für die Landwirtschaftliche Fachschule Hatzendorf, bleibt statt einem drei Jahre, hängt direkt die Fleischerlehre und später noch den Meister an. Früh baut er eine eigene Fleischerei auf und beliefert heute mehr als 50 Billa-Filialen mit „Friesinger Fleisch- und Wurstspezialitäten“ aus 100 Prozent Vulkanlandschwein. Parallel entsteht seine eigene kleine Freilauf-Landwirtschaft in versteckter Lage in Fehring. Rund 50 Mastschweine, neun Muttersauen, die Pracht-Eber „Hank“ und Sherlock“ sowie Geflügel alter Rassen. Friesinger setzt auf Robustheit und Qualität des fast schon vergessenen „Bunten-Bentheimer“-Schweins. „Bei anderen Rassen hatte ich pro Sau 15 Ferkel, aber hohe Verluste durch die freie Abferkelung. Bei den Bunten Bentheimern sind es neun oder zehn – und fast alle kommen durch.“ Die Tiere wachsen langsamer und liefern intramuskulär marmoriertes Fleisch. Das Ergebnis: Premiumqualität, für die Kunden – „vor allem wenn’s ums Grillen geht“ – gerne mehr bezahlen. Mit seiner Edelschimmelsalami aus 100 Prozent Bentheimer-Fleisch holte Friesinger bei seiner ersten Landesprämierungs-Teilnahme gleich einen Landessieg. Seit der Umstellung auf alte Nutztierrassen stieg der Umsatz um rund 50 Prozent. „Ich will nicht Masse machen, sondern etwas Besonderes“, sagt Friesinger, der noch in diesem Jahr eine Fleischerei-Filiale bei der familieneigenen ENI-Tankstelle in Feldbach bauen will. Und auf der kleinen, feinen Farm sollen bald auch alte Rinderrasen grasen. Sein Beispiel zeigt, wie innovative Ideen, Tierwohl und Direktvermarktung auch ohne geerbten Hof eine wirtschaftliche Zukunft ermöglichen.

Lisa-Marie (33) und Martin Gollowitsch (36) hauchen mit Patenhühnern, Brot und Kultur einem alten Hof neues Leben ein. 

Landwirtschaft live miterleben. Mit dem Projekt „Patenhuhn“ und Events wie „Krimi im Heu“ haben Lisa-Marie (33) und Martin Gollowitsch (36) in Markt Hartmannsdorf nicht nur den zwei Generationen ruhenden Bauernhof der Familie wieder reaktiviert. Sie haben ein innovatives Modell entwickelt, das Landwirtschaft, Bildung und Wertschöpfung verbindet. „Menschen, die selbst keinen Platz oder keine Zeit haben, Hühner selbst zu halten“, übernehmen auf www.gmoarieglhof.at eine Patenschaft für ein konkretes Huhn – inklusive Namensgebung, Urkunde, monatlicher Eierlieferung (österreichweit!) und jederzeitigen Einblick in den tierischen Alltag über eine Kamera – oder live über eine Aussichtsterrasse am Hof. Kunden? Familien mit Kindern, „aber auch überraschend viele ältere Menschen“, erklärt die zweifache Mutter. Ebenso wie bei seinen Krainer Steinschafen achtet Martin Gollowitsch beim Züchten auf alte Hühnerrassen, die langlebig und robust sind – und bunte Eier legen. Durch die Patenschaften wird die Hühnerhaltung planbar und wirtschaftlich kalkulierbar: Mehr als die Hälfte der Patenschaften wird mittlerweile österreichweit per Versand abgewickelt, insbesondere in städtische Regionen. Kinder lernen, woher Eier kommen, und entwickeln Verantwortung für „ihr“ Tier. Seit Projektbeginn konnte der Betrieb den Umsatz um rund 100 Prozent steigern. Doch damit nicht genug: Zweimal die Woche backen die gelernte Floristin und der gelernte Maurer mittlerweile vier Sorten Brot im selbstgebauten Lehmofen und liefern bis in den Gleisdorfer Raum. Säfte, Seifen und Handwerkskunst (alles selbst hergestellt) ergänzen den Hofladen. „Wir wollen nicht nur Lebensmittel für Menschen produzieren, sondern für mehr Verständnis sorgen“, sagt Lisa-Marie Gollowitsch – und organisiert neben Schule am Bauernhof, Korbflecht-Kursen und Kinder-Feiern neuerdings auch Veranstaltungen wie „Krimi im Heu“ (am 27. Juni lesen Autorinnen wie Claudia Rossbacher und viele weitere) – und lockt damit völlig neue Gesellschaftsschichten auf ihren Hof.

Daniel Konrad (36): Schilcherland Pilze aus dem Stollen und Kreislaufwirtschaft im Kopf (Schloss Frauental, Südweststeiermark). 

13 Grad im Winter, 16 Grad im Hochsommer, Luftfeuchtigkeit jahrein, jahraus: 99 Prozent. Im historischen Stollen von Schloss Frauenthal bei Deutschlandsberg herrschen ideale Bedingungen für die „Schilcherland Pilze“ von Daniel Konrad (36). Der 1813 errichtete Stollen und die Innovationsfreude des Weststeirers ergeben auch wirtschaftlich ein gutes Mikroklima im Start-up, das sich stark von anderen Pilze-Produzenten (die aktuell, wie Schwammerln aus dem Boden schießen) unterscheidet. Stichwort: Komplette Kreislaufwirtschaft.

Als einer der wenigen Betriebe der Branche deckt Schilcherland Pilze die gesamte Wertschöpfung selbst ab – von der Sporenvermehrung über das Mycel und die Substratherstellung bis zum fertigen Produkt. Im Stollen sprießen Austernpilze, Kräuterseitlinge und Lion’s Mane und Shiitake – für letztere entsteht gerade ein eigener Wald aus Baumstämmen im Stollen. „Das Substrat, aus dem die Pilze wachsen, kommt bei fast allen Mitbewerbern aus Holland“, so Konrad. Bei ihm besteht es aus Sägespänen des Biomassekraftwerks Schloss Frauenthal, die Energieversorgung erfolgt über eigene PV und ein Hackschnitzel-Blockheizkraftwerk, die Weizenkleie (Nahrung für die Pilze) kommt aus der Region. Durch das stabile, kühle Klima im Stollen „wachsen die Pilze langsamer, dafür besonders dicht und aromatisch“. Der Betrieb beliefert regionale (Spitzen-)Gastronomie sowie regionale Händler und Direktkunden (auch via Versand). Zwar gab es schon Anfragen des Handels für eine Tonne Pilze pro Woche, „aber wir wollen keine Masse, wir wollen höchste Qualität“, so Daniel Konrad. Seit Projektbeginn hat er den Umsatz dennoch um rund 101 Prozent gesteigert. Im nächsten Schritt plant er mit seinen zwei Mitarbeiten die Umstellung von Plastikbeuteln auf wiederverwendbare Gläser. 

„Wir wollen zeigen, dass Landwirtschaft mit Kreislaufwirtschaft, Qualität und Unabhängigkeit zukunftsfähig ist“, so Konrad, der bereits eine Karriere als Unternehmer mit 77 Angestellten hinter sich hat – jetzt aber „lieber mit zwei tollen Mitarbeitern“ seine Pläne umsetzt. Er will das gleiche wie seine Pilze: langsam und gesund wachsen.

Vom Praktiker für Praktiker: Josef Sonnleitner (54) hat eine Lösung zum einfachen Waschen von Kisten und Paletten entwickelt und patentiert (St. Marein bei Graz/GU). 

Wer regelmäßig Erntekisten wäscht, kennt das Problem: Nasse Schuhe, hoher Zeitaufwand, und Kisten, die unvorhergesehene Flugbahnen einschlagen, wenn sich ihnen der Hochdruckreiniger nähert. Für Josef Sonnleitner (54) war klar: „Das muss einfacher gehen. Mit weniger Ärger, mit weniger Zeit- und Wasseraufwand.“ Also baut der Obstbauer vom Marillenhof Krumegg 2018 selbst eine Lösung – und entwickelt die KWVS – Kistenwaschvorrichtung Sonnleitner. Nach der Ernte bei seinen Tausenden Marillenbäume steht Sonnleitner jedes Jahr vor derselben Herausforderung: Hunderte Kisten müssen nach der Ernte schnell und hygienisch sauber werden. Mit seiner mobilen Waschvorrichtung, die bis zu fünf Kisten gleichzeitig fixiert, lassen sich Obst- oder Gemüsekisten einfach reinigen – ohne mühsames Drehen, ohne Nachputzen. Einfach, platzsparend, wassersparend. Und Sonnleitner passt es auf Kundenwunsch für unterschiedliche Kistenformate an – bis hin zu Backblechen. „Bis jetzt hat das noch immer geklappt und die Kunden sind zufrieden“, so Sonnleitner, der seine Erfindung auf Wunsch auch für Kunststoff-Paletten und Getränkekisten weiterentwickelt hat. Sein Markt: „Vor allem Klein- und Mittelbetriebe, denen große Waschanlagen zu teuer oder zu sperrig sind.“ Die allerersten Exemplare wurden nach Vorarlberg und Deutschland verkauft. Mittlerweile haben Waschanlagenfirmen die „KWVS“ als einfache, günstige Lösung in ihr Sortiment aufgenommen.

Die Erfindung hat Sonnleitner 2019 auch patentrechtlich schützen lassen. Das Prinzip dahinter ist typisch bäuerlich: keine Spielerei, sondern Nutzen. „Wo ein Problem ist, bauen wir eine Lösung“, sagt Sonnleitner, der Einzelteile in Österreich produzieren lässt. „Die Entwicklung, Endfertigung und Kontrolle passieren bei mir.“ Eine Innovation vom Praktiker für Praktiker.

Michael Windberger (43) beackert auf 960 Meter Seehöhe erfolgreich den „Garten am Berg“ (Schladming, Ennstal). 

„Gemüseanbau da oben? Vergiss es!“ Genau das hat Michael Windberger (43) nicht nur einmal gehört. Heute wächst auf 960 Metern Seehöhe bei Schladming frisches Bio-Feldgemüse mit Blick auf die Reiteralm – Salate, Kräuter, Wurzelgemüse – insgesamt 30 bis 40 Kulturen und 120 Sorten. Der 43-jährige Quereinsteiger – bis 2020 Videograf mit grünem Daumen, heute Facharbeiter im Feldgemüsebau – startete mit vielen Praktika. Bei Permakultur-Pionier Sepp Holzer lernt er, „dass es keine unproduktive Fläche gibt, man nur das richtige damit machen muss“. 

Windbergers Pachtgrundstück liegt zwar ungewöhnlich hoch, ist aber eben und „hat bis 80 Zentimeter Tiefe keine Felsen – das findet man im ganzen Ennstal kaum.“ Inzwischen bewirtschaftet er dort 3.000 m² Gemüse- und 4.000 m² Biodiversitätsfläche. Die Höhenlage sieht er als Vorteil: Kühle Nächte lassen die Pflanzen langsamer wachsen, sie entwickeln intensivere Aromen, erklärt Windberger: „Gemüse, das kämpfen muss, ist robuster. Das ist wie bei uns Menschen: Wer verhätschelt wird, ist im Krisenfall nicht so resilient.“ Darum setzt er auch Folientunnel nur sparsam ein. Vermarktet wird über Gastronomie, an fixen Tagen an bestimmen Hofläden der Region. Weil die Kunden, vor allem in der Gastronomie, das ganze Jahr über beliefert werden wollen, hat Windberger eine Kooperation mit dem oststeirischen Biohof Fink. Seit Projektbeginn konnte der Umsatz verdoppelt werden, die Gewinnrate liegt bei rund 20 Prozent. Pläne hat Windberger noch viele: Ab heuer soll ein Beerengarten zum Selberpflücken neue Kunden auf sein Feld locken, auch sollen 50 bis 100 Freilandhennen für eine Angebots-Erweiterung sorgen. Zudem setzt er zusehends auf Bildungsangebote für Schulen – Klasse am Feld, quasi. „Schulkinder kommen später oft mit ihren Eltern wieder“, sagt Windberger, „dann weiß ich, dass ich etwas richtig gemacht habe.“ (Schluss)
16.429 Anschläge
  • Empfehlen
  • Drucken
  • PDF downloaden
  • RTF downloaden