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04.01.2013

Preisanstieg drohte: US-Kongress umschifft auch die "Milchklippe"

Farm Bill wurde um neun Monate verlängert

Washington, 4. Jänner 2013 (aiz.info). - Der Fiskalklippen-Kompromiss in den USA hat auch einen Schritt beinhaltet, um die "Milchklippe" zu umgehen. Diese hätte zu einem deutlichen Anstieg des Milchpreises für Verbraucher geführt, da das US-Agrargesetz (Farm Bill) aus dem Jahr 2008 auslief. Eine neunmonatige Verlängerung des Gesetzes passierte im Paket zur Fiskalklippe zuerst den Senat und dann das Repräsentantenhaus. Wäre dies nicht der Fall gewesen, wäre automatisch ein Gesetz aus dem Jahr 1949 in Kraft getreten. Danach wäre die Regierung in Washington verpflichtet gewesen, Milchprodukte zu kaufen - basierend auf einem Mindestpreis, der doppelt so hoch wie der aktuelle Marktpreis gewesen wäre. Das hätte wiederum zu einer Verdopplung der Verbraucherpreise führen können, meldet Dow Jones News.

Durch die Verlängerung der Farm Bill soll den Abgeordneten Zeit eingeräumt werden, sich auf eine neue Bestimmung zu einigen, die auf fünf Jahre angelegt ist. Das derzeitige Gesetz sieht auch vor, dass die Subventionsprogramme für Mais, Soja, Weizen, Reis und Baumwolle bis zum 30.09.2013 weiterlaufen. Der Großteil der Farm Bill lief am 30.09. des vergangenen Jahres aus, das aktuelle Milchankaufprogramm der Regierung mit einem Mindestpreis endete hingegen erst am 31.12. (Schluss)

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