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19.12.2012

Berglandmilch beschließt "Zukunftsmodell" für Rohmilch-Anlieferung

Neues System soll ab Jänner 2014 gelten

Wels, 19. Dezember 2012 (aiz.info). - Der Vorstand der Berglandmilch hat vor Kurzem ein so genanntes "Zukunftsmodell" beschlossen, mit dem die künftige Milchanlieferung geregelt werden soll. "Es handelt sich dabei weder um ein Mengensteuerungs- noch ein Quotennachfolgemodell", stellten Obmann Johann Schneeberger und Geschäftsführer Josef Braunshofer im jüngsten Lieferantenschreiben fest. Ziel sei es, "mit diesem Modell sowohl für unsere Mitglieder als auch für die Berglandmilch in Zukunft ein gemeinsames Wachsen zu ermöglichen". Umgesetzt werden soll das System ab 01.01.2014.

Das Modell geht von einer einzelbetrieblichen Basismenge aus. Diese berechnet sich aus dem besten Anlieferungsjahr der Milchwirtschaftsjahre 2009/10 oder 2010/11 oder 2011/12. Sollte die dabei ermittelte Menge unter der einzelbetrieblichen Richtmenge per 31.03.2012 liegen, so gilt diese Richtmenge plus 2% als Basismenge. Verleaste Quoten werden dabei dem Leasinggeber zugerechnet. Die Basismenge ist nicht handelbar, aktuelle Quotenzukäufe oder zusätzliche Anlieferungsmengen beeinflussen somit die einzelbetriebliche Basismenge nicht mehr.

Vermarktungsbeitrag für Mehrmengen

Sollte die einzelbetriebliche Anlieferung im Kalenderjahr - beginnend mit 2014 - über der Basismenge liegen, wird für diese Mehrmenge ein Vermarktungsbeitrag einbehalten. Der Vorstand der Berglandmilch entscheidet jährlich im Vorhinein über dessen Höhe und gibt diesen dann jeweils im Dezember für das kommende Jahr bekannt. Sollte ein Mitglied mehr als die Basismenge in einem Kalenderjahr liefern, wird für das folgende Jahr die einzelbetriebliche Basismenge automatisch um 30% dieser Mehrmenge erhöht.

Das neue Liefermodell soll als "flankierende und unterstützende Maßnahme im freien Markt" (nach Abschaffung der Milchquoten) dienen und dem Wunsch der Mitglieder nach Planungssicherheit Rechnung tragen, so Obmann Schneeberger in der jüngsten Mitglieder-Info. Die Berglandmilch wolle den Kontakt zu den Lieferanten weiter intensivieren, um die Mengenentwicklung möglichst gut abschätzen zu können, betont Geschäftsführer Braunshofer. (Schluss) kam

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