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27.01.2012

EU will höhere Zollkontingente für Rindfleisch aus Nordamerika

Gilt nur für nicht mit Hormonen behandeltes Fleisch

Brüssel, 27. Jänner 2012 (aiz.info). - Die USA und Kanada sollen mehr Rindfleisch in die EU exportieren dürfen. Dafür hat sich der Außenhandelsausschuss im Europäischen Parlament (EP) am Donnerstag ausgesprochen. Auch Vertreter der Mitgliedstaaten im Sonderausschuss Landwirtschaft haben den Vorschlag der Kommission bereits mehrheitlich unterstützt. Sobald EU-Ministerrat und Parlamentsplenum zugestimmt haben, kann der jahrelang vor der Welthandelsorganisation zwischen der EU sowie den USA und Kanada ausgetragene Handelsstreit um "Hormonfleisch" beigelegt werden. Seit Jahren versuchten die USA und Kanada, die EU dazu zu bewegen, ihr Einfuhrverbot für hormonbehandeltes Fleisch aufzuheben. Die jetzige Einigung gilt laut dem EP aber nur für Fleisch, das nicht mit Hormonen behandelt wurde.

Für die neuen Einfuhrregeln für Rindfleisch gibt es drei Phasen: Zunächst sollen die USA 20.000 t Fleisch nach Europa exportieren können, Kanada 1.500 t. Diese Regelung gilt mit Verabschiedung der Verordnung. Die zweite Phase umfasst ab August eine Erhöhung des Freikontingents für die USA um weitere 25.000 t qualitativ hochwertigen Rindfleisches auf 45.000 t. Kanadas Freikontingent wird um weitere 1.800 t erhöht. Die Zollkontingente für eine dritte Phase sollen bis Jahresende ausgehandelt werden. Im Gegenzug bauen die USA und Kanada alle Strafzölle auf EU-Produkte ab, die sie zur Vergeltung des Hormonfleisch-Importverbots verhängt hatten, berichtet Dow Jones News. (Schluss)

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