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27.01.2012

Englische Milchviehhalter mit kräftigem Einkommensplus

In der Schweine- und Geflügelhaltung stehen die Gewinne unter Druck

London, 27. Jänner 2012 (aiz.info). - Rinder- und Milchviehhalter in England werden 2011/12 voraussichtlich deutlich höhere Einkommen erzielen als im Vorjahr. Ackerbauern sowie Schweine- und Geflügelmäster müssen hingegen mit Einbußen rechnen. Das geht aus einer aktuellen Schätzung des Landwirtschaftsministeriums in London hervor. Ein durchschnittlicher Milchviehbetrieb in England wird demnach vom 01.03.2011 bis 29.02.2012 einen Nettogewinn von umgerechnet EUR 100.239,- erzielen; das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem nominalen Plus von 27%. Zur Erklärung verweist das Ministerium auf die um rund 10% höheren Milchpreise im Berichtszeitraum sowie feste Preise für Zuchtkalbinnen, Stiere und Schlachtkühe.

Einen höheren Durchschnittsgewinn erreichen voraussichtlich nur Getreidebetriebe mit EUR 107.399,-. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Einkommenszuwachs von 6%, der vor allem aus der guten Rapsernte resultiert. Gemischte Ackerbaubetriebe fallen hingegen von ihrem Spitzenplatz um 24% auf EUR 101.432,- zurück. Dazu trägt in erster Linie die enttäuschende Vermarktung der Kartoffelernte 2011 bei.

Die Einkommen der Veredelungsbetriebe stehen aufgrund der gestiegenen Futterkosten unter Druck. Trotz einer Produktionsausweitung wird der durchschnittliche Nettogewinn in der Schweinehaltung wahrscheinlich um 20% auf EUR 42.363,- sinken. Noch vor zwei Jahren hatten die spezialisierten Schweinehalter die höchsten Einkommen der englischen Landwirtschaft verbucht. Für die Geflügelhalter erwartet das Ministerium ein Minus von 8% auf EUR 74.582,-. Die Einkommensschätzung basiert auf den Anfang Jänner 2012 verfügbaren Informationen über Preise, Mengen und Tierbestände. (Schluss) leh

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