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12.08.2021

Umfrage: Bewusstsein für nachhaltigen und regionalen Konsum stark gestiegen

Corona-Pandemie verändert Kaufverhalten - Herkunft spielt wichtige Rolle

Wien, 12. August 2021 (aiz.info). - Wie sieht es in Österreich in puncto Nachhaltigkeit beim Einkauf aus? Der Handelsverband und MindTake Research haben bei den heimischen Verbrauchern nachgefragt und das Konsumverhalten der Bevölkerung unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: "Noch nie war das Bewusstsein für einen nachhaltigen, möglichst regionalen Konsum so ausgeprägt wie heute. Bereits 90% der Befragten achten beim Lebensmittelkauf besonders auf den Faktor Nachhaltigkeit, bei Elektrogeräten sind es immerhin zwei Drittel und bei Mode mehr als 61%", fasst Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will zusammen.

Herkunft für 92% entscheidender Faktor

Rund 44% der Verbraucherinnen und Verbraucher geben an, dass die Produktionsbedingungen von Nahrungsmitteln seit Ausbruch der Corona-Pandemie eine wichtigere Rolle bei ihrem Einkauf spielen als noch vor der Krise. "Insbesondere die Herkunft unserer Lebensmittel spielt für die Konsumentscheidung eine wichtige Rolle. 92% der Bevölkerung achten besonders darauf", so Will. Eine nachvollziehbare Herkunftskennzeichnung erleichtere die bewusste Entscheidung zugunsten regionaler Produkte. Davon profitiere auch die kleinstrukturierte österreichische Landwirtschaft. Aus der Umfrage geht weiters hervor, dass 80% der Verbraucher den Lebensmitteleinzelhandel als transparenteste Branche bei der Herkunftskennzeichnung bewerten, öffentliche Kantinen und die Gastronomie kommen hier jeweils auf rund 10%.

64% kaufen seit der Corona-Pandemie verstärkt Bio-Produkte

Auch der Trend zum Konsum von Produkten aus biologischer Landwirtschaft hält weiter an, fast zwei Drittel der Konsumenten greifen seit Ausbruch der Pandemie verstärkt zu Bio-Produkten im Regal. 80% der Befragten sagen, sie wären bereit, eine (moderate) Preiserhöhung bei Fleisch in Kauf zu nehmen, wenn dadurch bessere Produktionsbedingungen und eine artgerechte Tierhaltung sichergestellt werden. Nur 5% würden eine Preiserhöhung von mehr als 50% akzeptieren.

Was das Essverhalten in der Alpenrepublik betrifft, ist ebenfalls ein Trend erkennbar: Vor allem die jüngere Generation reduziert ihren Fleischkonsum, vegetarische Ernährung nimmt in dieser Altersgruppe zu. 62% der Befragten geben an, dass sie regelmäßig Fleisch essen, 30% bezeichnen sich als Flexitarier, 4% als Vegetarier, 1% als Veganer und 2% bevorzugen als Pescetarier den Konsum von Fisch. (Schluss)