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12.04.2018

EU: Abstimmung über Neonicotinoide für 27. April geplant

Verbot soll auch für Rübensaatgut gelten

Brüssel, 12. August 2018 (aiz.info). - Über ein vollständiges Verbot von Neonicotinoiden im Freiland will die EU-Kommission die EU-Mitgliedstaaten am 27. April abstimmen lassen, gab ein Mitarbeiter der EU-Kommission im Umweltausschuss des Europaparlaments bekannt. Dabei soll es keine Ausnahmen für Rübensaatgut geben, erklärte Klaus Berend, zuständig für Pflanzenschutzmittel in der Generaldirektion Gesundheit der EU-Kommission. Vor allem die Rübenbauern hatten bei der EU-Kommission um eine Ausnahme gebeten. Auch wenn die Beize zunächst im Boden bleibe, könnten die Bienen über die Blüten von Folgekulturen mit den Neonicotinoiden in Berührung kommen, argumentierte Berend. Deshalb soll das Verbot für alle Kulturen im Freiland für Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam gelten. Lediglich die Verwendung von Neonicotinoiden in Gewächshäusern will die EU-Kommission weiterhin zulassen.

Die EU-Mitgliedstaaten hätten sich mehrheitlich noch nicht klar zum Totalverbot für Neonicotinoide geäußert. Der Ausgang der Abstimmung im EU-Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel (PAFF) am 27. April sei deshalb ungewiss, führte Berend aus. Betroffen vom Totalverbot im Freiland wären vor allem Rübensaatgut und Pflanzkartoffeln. Bisher sind Raps- und Maisbeizen verboten. (Schluss) mö

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