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15.03.2019

VÖM: Milchexporte konnten 2018 weiter zulegen

Österreichische Qualitätsstrategie auch im Ausland erfolgreich

Wien, 15. März 2019 (aiz.info). - Die heimischen Molkereien konnten im Jahr 2018 Milch und Milchprodukte im Ausmaß von 1,23 Mrd. Euro exportieren, das ist ein Plus von 48 Mio. Euro oder 4,1% im Vergleich zum Vorjahr. "Dies zeigt, dass es der österreichischen Molkereiwirtschaft im letzten Jahr gelungen ist, mit heimischer Qualitätsware auch im Ausland zu punkten", erklärte der Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM), Helmut Petschar, zu den nunmehr vorliegenden vorläufigen Außenhandelszahlen der Statistik Austria. Ebenfalls gestiegen sind - wenn auch in einem etwas geringeren Ausmaß - die Importe von Milchprodukten. Diese erreichten einen Gesamtimportwert von 831 Mio. Euro, wodurch ein leicht gestiegener positiver Außenhandelssaldo von 401 Mio. Euro erzielt werden konnte. "Der wachsende Importteil zeigt allerdings, dass der Außenhandel keine Einbahnstraße ist, sondern Österreich auch ein sehr begehrtes Absatzland für ausländische Milchproduzenten ist", so Petschar.

Das wichtigste Außenhandelsprodukt ist Käse. Hier wurden 152.000 t um 617 Mio. Euro exportiert und 121.000 t im Wert von 476 Mio. Euro importiert. Einen mengenmäßigen Zuwachs gab es sowohl bei den Ein- als auch bei den Ausfuhren, wobei die Durchschnittserlöse im Export leicht zulegen konnten und die Importpreise etwas zurückgingen. Die zweitwichtigste Gruppe bei den Ausfuhren sind flüssige Milchprodukte, wo allerdings ein Rückgang auf 655.000 t oder 289 Mio. Euro verzeichnet wurde. Besonders die Versandmilchmengen waren rückläufig, was auf eine höhere Verarbeitungstiefe in Österreich hinweist. Die Importe erhöhten sich hingegen auf 207 Mio. t oder 111 Mio. Euro. In der drittwichtigsten Handelsgruppe mit fermentierten Milchprodukten, wie etwa Joghurt, waren die Mengen sowohl im Export als auch im Import etwas rückläufig, während die Preise im Export leicht zulegten. Auch bei den Molkeexporten konnte trotz geringerer Mengen eine Wertsteigerung auf 104 Mio. Euro erreicht werden. Die Einfuhren betrugen hier 47 Mio. Euro. Bei Butter wurden insgesamt 17.500 t importiert und 3.700 t exportiert. Die wichtigsten Exportländer waren insgesamt Deutschland, Italien sowie Australien und auch bei den Hauptimportländern lagen Deutschland und Italien voran, gefolgt von den Niederlanden.

"Der hohe Exportanteil in der österreichischen Milchwirtschaft zeigt, wie wichtig die Wettbewerbsfähigkeit auf den internationalen Märkten ist, hier konnte Österreich vor allem durch seine hohen Qualitäten punkten. Gleichfalls müssen wir allerdings einen steigenden Importanteil feststellen, wobei diese Produkte vor allem bei den Preiseinstiegsmarken im Lebensmittelhandel und in der Verarbeitung landen. Eine verbesserte Herkunftskennzeichnung könnte hier Abhilfe schaffen. Wenn der Konsument die Herkunft und damit die Produktionsweise der Lebensmittel nicht erfährt, hat er keine gute Entscheidungsgrundlage für den täglichen Einkauf - eine gute Herkunftskennzeichnung ist daher dringend notwendig", betonte Petschar. (Schluss)

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