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14.10.2021

Tiroler Fachkuratorium für große Beutegreifer empfiehlt Abschuss eines Problemwolfs

Nun Landesregierung am Zug - Untersuchung von Almen auf Herdenschutztauglichkeit

Innsbruck/Wien, 14. Oktober 2021 - Das aus fünf Personen bestehende Fachkuratorium für große Beutegreifer in Tirol empfiehlt die Entnahme des Problemwolfs MATK118. Dies bestätigte laut APA eine Sprecherin von Agrar-Landesrat Josef Geisler. Die Entnahme werde für den Fall empfohlen, sollte das Tier noch einmal nachgewiesen werden. Die Landesregierung sei nun mit einer Verordnung am Zug. Die Begründung des Kuratoriums laute auf Gefährdung von Weidetieren und landwirtschaftlichen Kulturen. Der im Vorderen Ötztal herumziehende Wolf soll rund 50 Tiere gerissen haben.

Um eine leichtere Entnahme von Problemwölfen zu ermöglichen, hat der Landtag im Juli eine Änderung des Tiroler Almschutz- und Jagdgesetzes beschlossen. Konkret wurde das fünfköpfige Fachkuratorium "Wolf-Bär-Luchs" eingerichtet. Es soll über den Umgang mit auffälligen Tieren entscheiden sowie unabhängig und weisungsfrei arbeiten. Die vom Kuratorium ausgearbeitete Empfehlung dient als bindende Grundlage für Verordnungen und Bescheide der Landesregierung. Außerdem soll das Almgebiet daraufhin untersucht und kategorisiert werden, wo Herdenschutz möglich ist oder wo nur bedingt beziehungsweise gar nicht. (Schluss)