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09.10.2019

Patek: Umweltkontrollbericht bestätigt österreichischen Weg

Bodenverbrauch und Feinstaubbelastung sinken, Klimawandelanpassung in Regionen angekommen

Wien, 9. Oktober 2019 (aiz.info). - "Bodenverbrauch und -versiegelung sinken, Feinstaub- und Stickoxidbelastung gehen zurück, die Klimawandelanpassung ist in den Regionen angekommen", so lautet das Resümee von Nachhaltigkeitsministerin Maria Patek zu den Ergebnissen des 12. Umweltkontrollberichts (UKB), mit dem das Umweltbundesamt im Auftrag des BMNT alle drei Jahre eine Zustandsanalyse erstellt. "Die aktuellen Ergebnisse bestätigen den österreichischen Kurs. Wir müssen unseren eingeschlagenen Weg konsequent fortführen, um in den Bereichen Klimaschutz, Biodiversität, Mobilitäts- und Energiewende weitere Schritte zu setzen. Jetzt ist die richtige Zeit dafür, denn das Bewusstsein in der Gesellschaft für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen ist so groß wie noch nie. Der Klimawandel gehört zu der größten globalen Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Der UKB liefert Daten und Fakten für die notwendige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft", so die Ressortchefin. "Die Vergangenheit hat gezeigt, dass gut umsetzbare, verbindliche Maßnahmen wirken und wesentlich zur Verbesserung der Umweltsituation beitragen können", ergänzt Umweltbundesamt-Geschäftsführerin Monika Mörth.

Trends des 12. Umweltkontrollberichts im Überblick

Im Bereich des Klimawandels und -schutzes zeigen jüngste Zahlen, die in den Bericht noch nicht eingeflossen sind, dass die Treibhausgasemissionen im Vorjahr um 3,8% gesunken sind - zum ersten Mal seit drei Jahren, obwohl das Wirtschaftswachstum 2018 bei 2,7% lag. Um die internationalen Ziele zu erreichen, sind weitere Anstrengungen notwendig. In der österreichischen Klima- und Energiestrategie #mission2030 ist eine langfristige Klimaneutralität festgeschrieben. Der Weg dorthin führt über neue Technologien und richtige Anreize. So werden etwa seit 2012 Maßnahmen zur Klimawandelanpassung erfolgreich umgesetzt. Mit dem EU-weit einzigartigen Programm "KLAR!" werden Gemeinden bei der Entwicklung und Implementierung von Anpassungskonzepten gezielt unterstützt.

Im Kapitel Mobilitäts- und Energiewende wird aufgezeigt, dass Österreich dem globalen Ziel, langfristig auf die Nutzung fossiler Energie zu verzichten, näherkommt. Dazu sind die Senkung des Energieverbrauchs und der Ausbau der Erneuerbaren notwendig. Mit 70% Strom aus erneuerbarer Energie gehört Österreich hier bereits zu den Vorreitern. Seit 2005 ist es auch gelungen, das Wirtschaftswachstum vom Energieverbrauch zu entkoppeln. Die #mission2030 verfolgt das Ende des fossilen Zeitalters in Österreich.

Beim Bodenverbrauch ist in den vergangenen Jahren trotz eines steigenden Nutzungsdrucks eine leichte Abnahme zu verzeichnen (siehe Link "BMNT: Jährlicher Bodenverbrauch in Österreich seit 2010 halbiert"). Der Versiegelungsgrad hingegen ist mit 41,2% nahezu gleich geblieben. Abhilfe können eine effiziente Raumplanung sowie strategisches Flächenmanagement schaffen. Mit der Biodiversitätsstrategie hat Österreich zum Schutz der Vielfalt die richtige Richtung eingeschlagen. Sowohl für die Wasserqualität als auch für den Hochwasserschutz wurden umfangreiche Programme gesetzt. Grundwasser und Badegewässer weisen eine sehr gute Wasserqualität auf.

Hinsichtlich nachhaltiger Produktion und Kreislaufwirtschaft sieht Mörth Österreich bei der Abfallvermeidung und -verwertung "unter den Besten Europas". Dennoch müssten weitere Anstrengungen unternommen werden, um etwa die Vorgaben der EU-Verpackungsrichtlinie zu erfüllen. Die Möglichkeiten dafür reichen von der verstärkten Erfassung von Altstoffen über das Etablieren von Märkten für Sekundärrohstoffe bis hin zu einer stärkeren Zusammenarbeit über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg.

Der Umweltkontrollbericht ist das Standardwerk zur Umweltsituation in Österreich. Er umfasst 15 Kapitel und richtet sich insbesondere an Entscheidungsträger auf EU-, Bundes- und Landesebene. Darin behandelt werden Themen wie Klimaschutz, Klima im Wandel, Biologische Vielfalt, Wasser und Gewässerschutz, Luftreinhaltung, Boden, Multifunktionale Räume und Infrastruktur, Nachhaltige Landbewirtschaftung, Mobilitätswende, Energiewende, Nachhaltige Produktion, Ressourcenmanagement und Kreislaufwirtschaft, Management Kontaminierter Standorte, Chemikalienmanagement und Der Mensch als Spiegel der Umwelt. Der vollständige Bericht ist unter https://www.umweltbundesamt.at/ukb einsehbar. (Schluss)

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