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24.01.2022

Ökosoziale Steuerreform schafft Spagat zwischen Umweltschutz und Entlastung

Langer-Weninger: Neue Chancen für Landwirte als Energierohstofflieferanten

Linz, 24. Jänner 2022 (aiz.info). - "Mit der Ökosozialen Steuerreform ist der Spagat zwischen ambitioniertem Umweltschutz und steuerlicher Entlastung geglückt", sagt Oberösterreichs Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger. Bis 2025 sollen ökologische Anreize gepaart mit sozialen wie wirtschaftlichen Entlastungen in Höhe von 18 Mrd. Euro umgesetzt werden. Das sei eine sechs Mal höhere Entlastung als etwa im Nachbarland Deutschland geplant. "Der Beschluss im Nationalrat hat nicht nur eine beachtliche steuerliche Entlastung für Österreichs Bürgerinnen und Bürger in die Wege geleitet, sondern eröffnet den Bäuerinnen und Bauern neue Chancen. Sie können sich als Rohstofflieferanten von Biomasse und anderen erneuerbaren Energiequellen positionieren und ihre Höfe in Richtung Energieautarkie führen", so Langer-Weninger.

Niedrigere Krankenversicherungsbeiträge unter bestimmten Voraussetzungen, die Senkung des fiktiven Ausgedinges und der regionale Klimabonus seien "wichtig und richtig - gerade jetzt, wo die Familienbetriebe mit stark gestiegenen Betriebsmittelpreisen konfrontiert sind und der Druck auf das bäuerliche Einkommen steigt", betont Langer-Weninger. Maßnahmen wie die CO2-Rückerstattung beim Agrardiesel sorgten zwar dafür, dass die Betriebe nicht noch zusätzlich belastet werden, wirklich nötig seien aber fairere, also höhere Erzeugerpreise. "Nur so kann die wirtschaftliche Existenz der kleinstrukturierten Familienbetriebe und damit auch die Versorgungssicherheit im Land auf Dauer gesichert werden", ist die Agrar-Landesrätin überzeugt. (Schluss)