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14.09.2021

Nachfrage nach Nadelsägerundholz flacht im Inland ab

Sägeindustrie sehr gut bevorratet - Deutlicher Preisanstieg zum Stillstand gekommen

Wien, 14. September 2021 (aiz.info). - Der Aufschwung der globalen Konjunktur hat schneller und kräftiger als erwartet stattgefunden. Dies führte zu Lagerabbau und Materialengpässen sowie zu höheren Preisen bei Rohstoffen und Vorprodukten. In Österreich lag das Wirtschaftswachstum über dem Durchschnitt des Euroraumes. Neben dem Aufschwung in der Gastronomie trägt auch die anhaltende Nachfrage in der Bauwirtschaft dazu bei. Während in anderen Industrie- und Baubereichen der Materialengpass weiterhin für Probleme sorgt, ist bei der Verfügbarkeit von Schnittholzprodukten mittlerweile Entspannung eingetreten.

Die Standorte der österreichischen Sägeindustrie sind sehr gut mit Nadelsägerundholz bevorratet. In Tirol, Niederösterreich und Kärnten wird meist noch von einer regen Nachfrage berichtet, wobei für Kärnten bereits Einkaufsstopps einzelner Abnehmer angekündigt wurden. In Vorarlberg werden Lieferungen abseits des Starkholzes kontingentiert, in der Steiermark ist die Nachfrage in Kombination mit gedrosselter Rundholz-Zufuhrmöglichkeit abnehmend. In Oberösterreich kommt es aufgrund der großzügigen Aufarbeitung der Sturmschäden und entsprechenden Mengen zu Verzögerungen beim Abtransport. Anfang Oktober fällt die behördlich verhängte Einschlagsbeschränkung in Deutschland. Dementsprechende Nachholeffekte werden erwartet, gewisse Mengen werden auch auf den österreichischen Markt drängen. Der Preisanstieg der letzten Monate ist zum Stillstand gekommen, die Preise für Fichte A/C, 2b haben sich österreichweit zwischen 105 und 120 Euro gefestigt. Unverändert ist auch die rege Nachfrage nach Lärche, dies geht aus dem jüngsten Holzmarktbericht der LK Österreich hervor.

Industrierundholz: Absatzmöglichkeiten regional sehr unterschiedlich

Produktionsstillstände sowie ein hohes Angebot an Hackgut und Sägespäne führen zu vollen Lagern bei der Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie. In Abhängigkeit von der anfallenden Menge sind die Absatzmöglichkeiten von Industrierundholz sowie der Abtransport regional sehr unterschiedlich. Exporte nach Slowenien oder Bulgarien sorgen für mengenmäßige Entlastung und weiteren Abbau von Waldlagern. Die Preise liegen weiterhin auf unterdurchschnittlichem Niveau. Die Nachfrage nach Rotbuchenfaserholz ist bei stabilen Preisen als normal zu bezeichnen.

Am Energieholzmarkt ist weiterhin kaum Nachfrage zu verzeichnen. Mengen außerhalb bestehender Verträge können kaum abgesetzt werden. Eine Entspannung wird erst mit dem Beginn der Heizperiode erwartet.

Zur eigenen Absicherung sowie zur besseren Planbarkeit für die gesamte Wertschöpfungskette wird von Forstexperten dringend empfohlen, geplante Erntemaßnahmen vor Durchführung mit den Absatzmöglichkeiten abzustimmen und entsprechende Verträge mit den Abnehmern abzuschließen. Alle relevanten Informationen zur Holzvermarktung sind auf www.holz-fair-kaufen.at zu finden. (Schluss)