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21.07.2021

Moosbrugger: AMA-Masterplan Schwein ist ein mutiger Schritt der Branche

Landwirtschaft setzt auch im Schweinebereich hohe Tierwohl-Anforderungen um

Wien, 21. Juli 2021 (aiz.info). - "Der AMA-Masterplan Schwein für noch mehr Tierwohl im Schweinebereich zeigt deutlich die Bereitschaft der Bäuerinnen und Bauern, in Vorleistung zu gehen. Das Ziel wird aber nur erreicht werden, wenn jetzt auch die nachgelagerten Teile der sogenannten Wertschöpfungskette, von Verarbeitung über Lebensmittelhandel bis hin zu Konsumentinnen und Konsumenten und Politik, ihrer Verantwortung gerecht werden. Der Stufenplan zu noch mehr Tierwohl setzt auf Rückverfolgbarkeit, Herkunft und Kontrolle im bewährten AMA-Gütesiegel-Modus. Dieses signalisiert in Zukunft den Käuferinnen und Käufern an der Theke, dass dieses Produkt den hohen Anforderungen an Tierwohl, Tiergesundheit, Fütterung und gesicherte beziehungsweise geprüfte Qualität entspricht. Mit ihrer bewussten Kaufentscheidung können Frau und Herr Österreicher den AMA Masterplan Schwein erfolgreich machen", zeigte sich Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer (LK) Österreich, über die Einigung erfreut.

"Wir sind froh darüber, dass Schweineerzeuger wie auch Lebensmittelhandel einen Weg gefunden haben, der sowohl in der Produktion selbst als auch im Handel zu positiven Änderungen führen wird. Auf der Seite der Bäuerinnen und Bauern sind es höhere Anforderungen, die stufenweise umgesetzt werden müssen, auf der Seite des Handels ist es die Verantwortung, die Bäuerinnen und Bauern mit den dadurch entstehenden höheren Kosten nicht im Regen stehen zu lassen. Denn mehr Tierwohl gelingt nur gemeinsam. Daher sind wir auch der Landwirtschaftsministerin dankbar, dass sie mit dem Tierwohlpakt im Vorjahr diese erfreuliche Entwicklung angestoßen hat. Nun gilt es dafür zu sorgen, dass die Märkte die klare Bereitschaft der Bäuerinnen und Bauern zu noch höheren Tierwohlstandards auch entsprechend würdigen. Denn nichts wäre fataler für das gesamte Paket, als wenn letztlich Billigimporte die heimischen Anstrengungen zunichte machen würden", so Moosbrugger weiter.

"Darum ist es uns auch so wichtig, dass die Konsumentinnen und Konsumenten, die ja mit ihrer Kaufentscheidung täglich über die Form der Landwirtschaft, die sie wollen, abstimmen, mit einer klaren und transparenten Herkunftskennzeichnung dabei unterstützt werden. Ein bewusster Griff ins Regal ist nur möglich, wenn die Herkunft der Waren transparent ist. Unser Appell an alle Beteiligten lautet daher alles dazu beizutragen, dass die im Regierungsübereinkommen fixierte Herkunftskennzeichnung auch rasch Wirklichkeit wird", verlangte Moosbrugger abschließend. (Schluss) - APA OTS 2021-07-21/15:51