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10.08.2018

Landes-Brotprämierung 2018: Vielfalt statt Einheitsgeschmack

70 Bäuerinnen aus der Steiermark und dem Burgenland reichten 212 Brote ein

Graz, 10. August 2018 (aiz.info). - 70 Bäuerinnen aus der Steiermark und dem Burgenland stellten sich mit 212 Broten der Landes-Brotprämierung 2018 und ritterten um die Landessiege. Die 24-köpfige Fachjury testete die eingereichten Brote nach 80 Kriterien. Die Vielfalt der Produkte und der neuen Kreationen war diesmal wieder besonders groß und reichte vom Pilgerbrot über das Linsenbrot bis zum Polentazopf. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Verwendung steirischer Lebensmittel gelegt.

Qualitätswettbewerb in neun Kategorien

Die Expertenjury testete heuer am Steiermarkhof 212 eingereichte Brote. Neun Landessiege in den Kategorien Bauernbrot, Bauernbrot vom Holzofen, Brot mit Ölsaaten, Vollkornbrot, Dinkelbrot, Innovative Brote, Gesunde Schuljause sowie Kreative Brote waren zu vergeben. Einen Landessieg gab es auch für die Nachwuchsbäckerinnen.

Nur natürliche Zutaten

"Bäuerliche Brote sind einzigartig und individuell, sie werden ausschließlich aus Roggenmehl, teilweise Weizenmehl oder auch anderen Getreidesorten, Wasser, Natursauerteig, Salz, Gewürzen wie Kümmel, Anis, Fenchel und Koriander sowie eventuell Hefe hergestellt. Wegen der ausschließlich natürlichen Zutaten schmeckt Bauernbrot besonders gut und ist lange haltbar", betonte Landesbäuerin Gusti Maier.

Mehr als 20 neue Betriebe stellten sich der diesjährigen Prämierung. Sie wollten auch wissen, wie sie mit ihrer Brotqualität liegen. Auffallend ist auch die Teilnahme von immer mehr Buschenschänken, die neben bestem Wein und erstklassiger Jause auch auf hauseigenes Brot setzen. Auch die Gruppe der Jungbäckerinnen hat Neuzugänge zu verzeichnen. Heuer gingen elf von ihnen an den Start, im Vorjahr waren es fünf.

"Brot erfährt wieder eine höhere Wertschätzung und Wichtigkeit im Leben der Menschen", ist Landesbäuerin Maier überzeugt. Der Trend zum Selberbacken nimmt seit Jahrzehnten zu und war noch nie so groß wie heute. Die Sehnsucht nach dem Ursprünglichen wird immer größer. "Die große Brotvielfalt bleibt durch die natürlichen Zutaten im Einklang mit den Jahreszeiten sowie durch die von Hof zu Hof unterschiedlichen Hausrezepte erhalten. Die Prämierung leistet einen wichtigen Beitrag, die Brotvielfalt zu erweitern und die Qualität zu steigern", ist Verkostungschefin Eva Lipp überzeugt.

Expertenjury prüft nach 80 Kriterien

Eine Expertenjury testete und beurteilte die eingereichten Brote nach mehr als 80 Prüfkriterien. "Das steirische System hat sich bewährt und wird auch in anderen Bundesländern und bei dieser Prämierung umgesetzt", sagt Lipp. Bei der Beurteilung geht es um das optische Erscheinungsbild des ganzen Brotes, um eine gleichmäßige Krume, um die Kaubarkeit und vor allem um den Geschmack, der in der Bewertung den höchsten Gewichtungsfaktor hat.

Neben dem Landessieg mit Siegerurkunden und spezieller Brotkennzeichnung wurden die besten Brote ferner mit der "Ähre in Gold" ausgezeichnet. 100 Punkte sind für diese Auszeichnung die Voraussetzung. Nur makellose Brote können gewinnen. Die ausgezeichneten Brote sind für die Konsumenten eindeutig erkennbar, und zwar an der Schleife "Brotprämierung 2018 der Landwirtschaftskammer Steiermark". Erhältlich sind sie ab Hof, auf Bauernmärkten und in Hofläden. Im Internet sind die Siegerbrote unter www.stmk.lko.at abrufbar. (Schluss)

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