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10.01.2019

Köstinger: Nachhaltiger Lawinenschutz macht sich bezahlt

800.000 ha Objektschutzwald in Österreich

Wien, 10. Jänner 2019 (aiz.info). - "Unsere Schutzwälder und gezielte technische Maßnahmen zeigen Wirkung, man sieht, dass sich Schutzmaßnahmen bezahlt machen und die Sicherheit erhöhen", betonte heute Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger angesichts der dramatischen Lawinensituation in Österreich, wo seit einigen Tagen Teile des Landes mit enormen Schneemassen zu kämpfen haben.

Bund und Länder investieren jährlich hohe Summen in technische Verbauungen und klimafitte Schutzwälder, um den Siedlungs- und Wirtschaftsraum vor Lawinenkatastrophen zu schützen. Seit dem Jahr 2009 hat der Bund rund 75 Mio. Euro (ca. 60% der Gesamtkosten) in technische Maßnahmen sowie knapp 40 Mio. Euro in die Erhaltung der Schutzwirkung der Wälder (flächenwirtschaftliche Maßnahmen) investiert, die von der Wildbach- und Lawinenverbauung in Zusammenarbeit mit den Landesforstdiensten sowie betroffenen Gemeinden umgesetzt wurden. Die Schwerpunkte des Lawinenschutzes in Österreich liegen in Tirol und Vorarlberg, doch auch in den niederösterreichischen Alpen müssen immer wieder Siedlungen gesichert werden.

Tradition und Innovation

Lawinenschutz hat hierzulande eine mehr als 130-jährige Tradition. Heute ist Österreich - mit den Dienststellen der Wildbach- und Lawinenverbauung und gemeinsam mit der Schweiz - Weltmarktführer in diesen Technologien. Dieses Wissen heimischer Unternehmen über Schnee und Lawinen wurde zuletzt im Oktober 2018 im Rahmen des "International Snow Science Workshops" in Innsbruck mehr als 1.000 Experten aus aller Welt präsentiert.

800.000 ha Objektschutzwald in Österreich

Der Schutzwald hat für die Lawinensicherheit in den Alpentälern eine noch größere Bedeutung als technische Maßnahmen. 800.000 ha Objektschutzwald sichern derzeit inländische Siedlungen, Wirtschaftszonen, kritische Infrastrukturen und Verkehrsachsen. Auch im Bereich der Schutzwaldpflege ist Österreich weltweit Kompetenz-Leader. "Gerade in diesen Tagen sieht man, welche Bedeutung diese Schutzwälder und andere Lawinenschutz-Maßnahmen haben, sowohl für die einheimische Bevölkerung als auch für die Tourismuswirtschaft in den Skigebieten. Jeder hier investierte Euro ist gut angelegt", so Köstinger. (Schluss)

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