Sie sind noch nicht eingeloggt:
26.06.2020

Köstinger: Nachhaltige Entlastung für unsere Land- und Forstwirtschaft

Hiegelsberger: Paket schafft Zukunftsperspektiven für bäuerliche Familien

Linz, 26. Juni 2020 (aiz.info). - Bundesministerin Elisabeth Köstinger hat heute in Oberösterreich gemeinsam mit Agrarlandesrat Max Hiegelsberger sowie dem Obmann-Stellvertreter im Sozialausschuss des Parlaments, August Wöginger, das von der Bundesregierung geschnürte Entlastungs- und Investitionspaket für die heimische Land- und Forstwirtschaft im Umfang von 400 Mio. Euro präsentiert.

"Mit diesem umfangreichen Investitions- und Entlastungspaket will die Bundesregierung neue Perspektiven für die heimische Land- und Forstwirtschaft schaffen. Gerade in schwierigen Zeiten braucht es nachhaltige Unterstützung. Mit diesem Paket entlasten wir unsere bäuerlichen Betriebe und setzen wichtige Anreize für Investitionen in die Forstwirtschaft, um widerstandsfähige und gesunde Wälder aufzuforsten", erläuterte Köstinger.

Im Paket enthalten sind, wie berichtet, zahlreiche steuerliche Maßnahmen für bäuerliche Betriebe, wie etwa die Angleichung der Mindestbeitragsgrundlage in der Krankenversicherung oder die Gewinnglättung, um schlechte Erntejahre auszugleichen. "In Summe sind es 22 Investitions- und steuerliche Entlastungsmaßnahmen. Damit haben wir in den vergangenen zwei Jahren 120 Mio. Euro an Entlastungsvolumen für unsere Familienbetriebe auf den Weg gebracht. Gleichzeitig investieren wir jetzt 350 Mio. Euro in die Zukunft unserer Wälder", so die Landwirtschaftsministerin.

Ausgewogenes Entlastungs- und Investitionspaket

"Dieses Entlastungspaket ist sehr ausgewogen und schafft Zukunftsperspektiven für unsere bäuerlichen Familien", erklärte Hiegelsberger. Die Absenkung des Anrechnungsprozentsatzes beim fiktiven Ausgedinge von 13 auf 10% Prozent führe bei den betroffenen bäuerlichen Pensionisten zu einer durchschnittlich 450 Euro höheren Pension pro Person und Jahr. Davon würden in Oberösterreich zirka 5.600 bäuerliche Mindestpensionisten profitieren, so der Landesrat. Die Angleichung der Krankenversicherungs-Mindestbeitragsgrundlage bringe in seinem Bundesland eine Entlastung für etwa 5.000 Klein- und Mittelbetriebe.

Auch die Investitionsmaßnahmen im Forstbereich seien wichtig und notwendig. "Seit 2015 sind in Oberösterreich rund 4,5 Mio. fm Borkenkäferschadholz angefallen, wovon rund die Hälfte auf den donaunahen Bereich, überwiegend auf das Untere Mühlviertel, entfällt. Hauptbetroffen sind viele Waldeigentümer mit kleineren Forstflächen", berichtete Hiegelsberger. Das Forstpaket unterstütze die Waldbauern durch Investitionsanreize, die Abgeltung von Schäden, die Finanzierung von Forschungsprojekten sowie durch eine breit angelegte Holzbauoffensive.

Wichtige Maßnahme im Sozialbereich

"Mit diesem Entlastungs- und Investitionspaket haben Regierung und Parlament wichtige Schritte gesetzt", ergänzte Wöginger. Eine bedeutende Maßnahme im Sozialbereich sei vor allem der Kinderbonus. "Pro Kind beträgt dieser Bonus einmalig 360 Euro. Alle land- und forstwirtschaftlichen Betriebsführerinnen und Betriebsführer, die Familienbeihilfe beziehen, erhalten diesen Kinderbonus automatisch im September", so Wöginger. (Schluss)

  • Unser Lagerhaus © Archiv