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22.07.2021

Köstinger: Holzinitiative ist essenzieller Teil der Bioökonomie-Strategie für Österreich 


Neue Produkte und Nutzungsformen aus nachwachsenden Rohstoffen entstehen

Wien, 22. Juli 2021 (aiz.info). - "Bioökonomie ist der Schlüssel, um fossile Rohstoffe durch nachwachsende Ressourcen zu ersetzen", verwiesen heute Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger, Umweltministerin Leonore Gewessler und Bildungsminister Heinz Faßmann in einer gemeinsamen Pressekonferenz auf Österreichs Potenziale in der nachhaltigen Rohstoffnutzung. "Bioökonomie ist die Alternative zur Nutzung fossiler Rohstoffe. Die Holzinitiative des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) ist daher einer der insgesamt acht Leuchttürme der Österreichischen Bioökonomie-Strategie. Die intelligente Anwendung von Holz dient dem Klimaschutz und der Dekarbonisierung, und auch für die Energiewende ist Holz ein bedeutender Rohstoff. Unsere Initiative umfasst daher konkrete Maßnahmen zur Stärkung der stofflichen und energetischen Verwendung des nachwachsenden Rohstoffes Holz, der in Österreichs Wäldern ausreichend nachwächst", betonte Köstinger.



Durch die heimische Forstbewirtschaftung verfüge Österreich über beste Voraussetzungen an nachwachsenden Ressourcen. Die Holzinitiative des BMLRT umfasst unterschiedlichste Maßnahmen, die den nachwachsenden Rohstoff Holz als Bau- und Werkstoff sowie als Energieträger effizient und innovativ nutzen. Eine konkrete Maßnahme ist etwa der Aufbau eines "Bioökonomie-Cluster-Netzwerks", für das die Ausschreibung am 23. Juli 2021 startet. Ziel der Holzinitiative sind zusätzliche Impulse für neue Innovationen in der Forst- und Holzwirtschaft. Neue Produkte im Sinne der Bio- und Kreislaufwirtschaft, technische Lösungen, Verfahren oder Dienstleistungen sollen einen wesentlichen Beitrag zur Ressourcen- und Energiewende leisten und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Unternehmen erhöhen sowie Arbeitsplätze in den Regionen sichern.

"Österreich ist Musterschüler bei der nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Mit Innovationen aus der Bioökonomie setzen wir Impulse, dass das Holz aus unseren Wäldern auch nachhaltig genutzt wird. Holz ist der Bau- und Werkstoff der Zukunft. Für die stoffliche und energetische Nutzung von Holz stehen in Summe rund 93 Mio. Euro aus dem Österreichischen Waldfonds zur Verfügung", erklärte Köstinger.

Österreichischer Forst- und Holzsektor



Österreich zählt mit rund 4 Mio. ha zu den waldreichsten Ländern Europas. Jedes Jahr wächst von dem heimischen Rohstoff mehr nach als entnommen wird. So steht einem jährlichen Zuwachs von etwa 30 Mio. Festmeter (fm) eine jährliche Holznutzung von rund 26 Mio. fm gegenüber. Ein Erntefestmeter Holz bringt laut BMLRT in veredelter, weiterverarbeiteter Form unmittelbar in der Forst- und Holzwirtschaft eine Wertschöpfung von bis zu 673 Euro beziehungsweise bis zu 1.212 Euro für Österreichs Wirtschaft. Die heimische Forst- und Holzwirtschaft sichert rund 300.000 Arbeitsplätze in Österreich und erreicht eine Bruttowertschöpfung entlang der gesamten Wertschöpfungskette von rund 20 Mrd. Euro. Jeder 15. Arbeitsplatz und jeder 17. Euro der österreichischen Bruttowertschöpfung sind somit auf die Forst- und Holzwirtschaft zurückzuführen. Der Anteil der Wertschöpfung der Forst- und Holzwirtschaft an der Gesamtwertschöpfung Österreichs lag 2018 bei 6,4%, berichtet das BMLRT.



"Die Bioökonomie ist der Weg der Zukunft. Es entstehen etwa neue Produkte aus Holz sowie innovative Nutzungsformen für diesen Rohstoff. Damit tun wir nicht nur etwas für das Klima und die Umwelt, sondern stärken damit gleichzeitig den Wirtschaftsstandort Österreich mit zusätzlichen Arbeitsplätzen in den Regionen", so Köstinger. (Schluss)