Sie sind noch nicht eingeloggt:
13.12.2019

Klimaschutz: Europäischer Rat macht den Weg frei

Von der Leyen fordert aktiven Beitrag vom EU-Agrarsektor

Brüssel, 13. Dezember 2019 (aiz.info). - Die EU-Mitgliedstaaten schließen sich der Forderung der Europäischen Kommission mit ihrem Green Deal an. Auf dem EU-Gipfel in Brüssel konnten auch die letzten Zweifler unter den EU-Mitgliedstaaten von einem ambitionierten Klimaschutz überzeugt werden, allerdings mit Zugeständnissen. Polen muss nicht schon bis 2050 die Klimaneutralität erreichen, sondern bekommt ein paar Jahre mehr. Außerdem wurde Polen Mittel aus dem EU-Haushalt zugesagt, um den Ausstieg aus der Kohleverstromung zu bewältigen. Tschechien, Ungarn und andere EU-Mitgliedstaaten dürfen zudem auch auf die Atomkraft bei der Energiewende setzen. Mit der Zustimmung des Europäischen Rates kann die EU-Kommission nun im März 2020 Gesetze zur Umsetzung der Klimaneutralität vorlegen.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen lässt keinen Zweifel daran, dass sich auch die Landwirtschaft am Klimaschutz beteiligen muss. Sie will zwar keine neuen Vorschläge für die GAP-Reform vorlegen, aber sie will streng darauf achten, dass die EU-Mitgliedstaaten nach der GAP-Reform mit ihren nationalen Strategieplänen eine Verminderung der Treibhausgase in der Landwirtschaft durchsetzen. Weiterhin erhöht der Klimabeschluss den Druck auf den EU-Agrarhaushalt. Der mehrjährige EU-Haushalt müsse die neuen Prioritäten widerspiegeln, betonte von der Leyen nach dem EU-Gipfel. Sie möchte die Klimawende mit umfangreichen Mitteln aus dem EU-Haushalt unterstützen. (Schluss) mö

  • Unser Lagerhaus © Archiv