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14.11.2017

Kartoffelmarkt: Absatz im Inland auf stabilem Niveau

Exportsituation schwierig - Erzeugerpreise unverändert

Wien, 14. November 2017 (aiz.info). - Am österreichischen Erdäpfelmarkt setzt sich die Entwicklung der Vorwochen fort. Die Vermarktung im Inland läuft bei unveränderten Preisen auf stabilem Niveau. Anhaltend schwierig ist angesichts des hohen inländischen Preisniveaus die Exportsituation. Trotz der kleineren Ernte stehen Erdäpfel derzeit reichlich zur Verfügung. Durch die geringe Hoffnung auf weiter steigende Preise in den kommenden Monaten wollen viele Landwirte ihre Läger lieber heute als morgen räumen. Die vorgezogenen Verkäufe dürften die Angebotsmengen für das zweite Vermarktungshalbjahr zusätzlich reduzieren. Bei Überprüfungen wird heuer die Anbaufläche mit der vermarkteten Menge besonders genau verglichen, um Importergänzungen der österreichischen Ernte auszuschließen.

In Niederösterreich werden für mittelfallende Ware unverändert 22 bis 25 Euro/100 kg bezahlt. Übergrößen werden generell mit 20 Euro/100 kg abgegolten. Für drahtwurmfreie, kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel sind bis zu 26 Euro zu erzielen. Aus Oberösterreich werden stabile Preise von 25 Euro/100 kg genannt, berichtet die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau.

Nach den ersten Frostnächten in Deutschland wird immer klarer, dass nicht mehr alle Restbestände geerntet werden können. Für den Gesamtmarkt werden diese Mengen von etwa 5% allerdings nicht ins Gewicht fallen. Eine größere Rolle spielt dagegen die Qualität und die - vor allem im Norden - schlechte Optik der eingebrachten Erdäpfel. Besonders bei aus schweren, nassen Böden geernteten Knollen sind die Nettomengen an packfähiger Ware nicht sehr groß. Das führte auch zur Bodenbildung bei den Preisen. Im deutschen Bundesdurchschnitt lagen sie zuletzt unverändert bei 10,60 bis 11,40 Euro/100 kg. Für nicht packfähige Ware liegen die Erlöse nur bei der Hälfte und darunter. Trotzdem sind auch in Deutschland die Exportgeschäfte noch ruhig. Für die guten Qualitäten sind die gebotenen Preise zu niedrig und die restliche Ware stellt ein zu hohes Risiko für den langen Transport dar. (Schluss)

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