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17.05.2019

Holzmarkt: Kalamitätsbedingter Angebotsdruck hält weiter an

Erneute Senkung der Rundholzpreise im Inland

Wien, 17. Mai 2019 (aiz.info). - Der robuste private Konsum und Bauinvestitionen führen trotz geringerer Exporte zu einem relativ moderaten Abschwung des Wirtschaftswachstums in Österreich. Am Holzmarkt bleibt der kalamitätsbedingte Angebotsdruck an Fichte aus dem In- und Ausland anhaltend hoch. Die dadurch verursachte massive Überversorgung der gesamten Holz verarbeitenden Industrie bleibt damit ebenso unverändert und führte nochmals zu einer weiteren massiven Absenkung der bereits unattraktiven Rundholzpreise. Dies geht aus dem jüngsten Holzmarktbericht der LK Österreich hervor.

Beim Sägerundholz - vor allem aus den Borkenkäfer-Schadgebieten - wird derzeit äußerst streng sortiert und es werden unüblich hohe Anteile als Faserholz übernommen. Der Holzfluss aus den angrenzenden Ländern bleibt im Vergleich zum Vorjahr in Summe auf höchstem Niveau gleich. Die dadurch mitverursachte streng kontingentierte Zufuhr sowie fehlende Absatzmöglichkeiten führen wieder zu rasch anwachsenden Waldlagern mit der bekannten Verschärfung der Forstschutzsituation. Aufgrund des nicht mehr beeinflussbaren Überangebotes an Fichte kann Weißkiefer nur mehr als Faserholz vermarktet werden. Nachfrage nach Rotbuchenfaserholz ist grundsätzlich vorhanden, aber auch hier stehen die Preise regional unter Druck.

Der Absatz von Energieholz ist ebenfalls äußerst angespannt. Die Lager der Werke sind sehr gut befüllt. Lieferungen außerhalb bestehender Verträge werden, wenn überhaupt, nur zu Abwehrpreisen übernommen. Hackgut schlechterer Qualität ist nahezu unverkäuflich. Einzelne KWK-Standorte haben ihren Betrieb vorübergehend stillgelegt, um die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen abzuwarten. (Schluss)

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