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13.06.2019

Hofinger: Es braucht gezielt Maßnahmen im Pflegebereich

Bei Ausbildung und Wertschätzung für den Beruf ansetzen

Wien, 13. Juni 2019 (aiz.info). - "Die Sicherstellung einer menschenwürdigen Pflege und Betreuung älterer und kranker Menschen ist ein ganz besonders wichtiges Thema, das uns alle fordert. Der springende Punkt ist, dass wir gezielt Lösungen finden müssen, die dem auch von der Volksanwaltschaft neuerlich kritisierten Personalnotstand und der hohen Arbeitsbelastung der Pflegekräfte entgegenwirkt. Hier braucht es Maßnahmen, die sowohl bei der Wertschätzung des Pflegeberufes ansetzen als auch bei der gezielten Ausbildung", erklärte ÖVP-Abgeordneter Manfred Hofinger gestern in der Debatte zum Volksanwaltschaftsbericht 2018.

Als besonders vorbildlich nannte Hofinger das Bundesland Oberösterreich, das in der Pflegeausbildung bereits wichtige Akzente setzt. So gibt es etwa ein Pilotprojekt zur Pflegelehre nach Schweizer Vorbild, das mit dem Lehrberuf "Fachangestellte Gesundheit" schon sehr erfolgreich ist. Weiters wurde etwa in den Haushaltsschulen des Bundeslandes ein entsprechendes Ausbildungsprogramm gestartet. Aber auch die Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen, die bereits jetzt Erfahrung im Ausbildungsschwerpunkt Gesundheit und soziale Berufe haben, werden ab 2020 mit der weiteren Spezialisierung im Bereich Pflege zu zukunftsweisenden Ausbildungsanbietern für den ländlichen Raum. "Gemeinsam müssen wir, um den Pflegebedarf in Zukunft decken zu können, dafür sorgen, dass dieser Beruf wieder zum Traumberuf wird", betonte Hofinger und erinnerte dabei auch an das Pflege-Maßnahmenpaket, das von der Bundesregierung unter Sebastian Kurz bereits vorgestellt wurde. "Das sollten wir nach der Wahl zügig umsetzen." (Schluss)

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