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23.02.2021

Heimische Inflation sank im Jänner 2021 auf 0,8%

Nahrungsmittel wurden spürbar billiger

Wien, 23. Februar 2021 (aiz.info). - Die österreichische Inflationsrate lag im Jänner 2021 laut Statistik Austria bei 0,8% (Dezember 2020: 1,2%). Ausschlaggebend für diesen Rückgang waren günstigere Preise bei Nahrungsmitteln. Der wichtigste Preistreiber blieb weiterhin die Kategorie Wohnung, Wasser und Energie. "Die Teuerungsrate in Österreich hat sich zu Jahresbeginn weiter abgeflacht und liegt nun deutlich unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank von unter 2%", betont Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Ohne teureres Wohnen hätte die Inflation 0,4% betragen

Der Preisanstieg in der Kategorie Wohnung, Wasser, Energie (durchschnittlich +2,1%) beeinflusste die Inflationsrate mit +0,38 Prozentpunkten und erwies sich damit als stärkster Preistreiber im Jahresvergleich. Mieten stiegen insgesamt um 5,4%. Die Instandhaltung von Wohnungen kostete im Mittel um 1,8% mehr. Haushaltsenergie hingegen verbilligte sich durchschnittlich um 0,5%, vor allem aufgrund stark gesunkener Heizölpreise (-21,9%). Die Preise für feste Brennstoffe und Fernwärme gingen um -2,0% beziehungsweise um -0,9% zurück. Strom verteuerte sich mit +5,2% deutlich, Gas mit +0,2% kaum.

Verschiedene Waren und Dienstleistungen kosteten durchschnittlich um 1,4% mehr. Dafür waren vor allem höhere Kosten für Versicherungen (+1,3%) verantwortlich. Das durchschnittliche Preisniveau von Bekleidung und Schuhen erhöhte sich um 1,7%. Verantwortlich für diesen Anstieg war der schwächere saisonale Effekt des Winterschlussverkaufs.

Die Preise im Bereich Verkehr sanken durchschnittlich um 1,7%. Treibstoffe verbilligten sich mit -11,3% etwas weniger stark als im Dezember (-13,6%). Für Flugtickets wurde um 9,5% weniger ausgegeben. Neue Kraftwagen hingegen verteuerten sich durchschnittlich um 2,6% und Reparaturen privater Verkehrsmittel um 3,4%.

Nahrungsmittelpreise sanken um 1,1%

Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke wurden im Schnitt um 1,1% verringert. Ausschlaggebend dafür waren insbesondere die Preisveränderungen für Fleisch (-2,3%) sowie für Brot und Getreideerzeugnisse (-0,9%). Eine ähnliche Preisentwicklung zeigte sich auch bei Milch, Käse und Eiern (-0,2%) sowie bei Gemüse (-0,1%). Fisch kostete im Jänner um 5,2% weniger als vor einem Jahr. Für Obst hingegen zahlte man um 1,5% mehr. Alkoholfreie Getränke verbilligten sich um 0,6%.

Wocheneinkauf weiterhin günstiger

Das Preisniveau des Mikrowarenkorbs, der überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen oder den Kaffee im Kaffeehaus enthält und einen täglichen Einkauf repräsentiert, stieg im Jahresvergleich um 2,1% (Dezember: +2,6%). Für einen Miniwarenkorb, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, ging der Preis im Jahresabstand um 0,7% zurück (Dezember: -0,8%).

Die harmonisierte, auf europäischer Ebene vergleichbare Inflationsrate betrug im Jänner in Österreich 1,0% und war somit um 0,2 Prozentpunkte höher als der nationale Verbraucherpreisindex. In den Ländern des Euroraumes stieg dieser Wert auf 0,9%, in der gesamten EU erhöhte er sich auf 1,2%. (Schluss) kam