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21.09.2022

Gute Apfelernte in Vorarlberg erwartet

"Ländle Apfel" mit Gütesiegel zertifiziert

Bregenz, 21. September 2022 (aiz.info). - In Vorarlberg wird der "Ländle Apfel" von zehn Obstbauern, darunter seit heuer auch ein biozertifizierter Betrieb, unter strengen Richtlinien und der Kontrolle des Ländle Gütesiegels erzeugt. Für den Obstbau war 2022 in dem Bundesland insgesamt ein gutes Jahr. Obwohl einzelne Betriebe im Frühjahr durch Hagelschläge starke Einbußen erlitten haben, geht die Landwirtschaftskammer (LK) Vorarlberg für heuer von einer überdurchschnittlichen Erntemenge von rund 450 t "Ländle Äpfel" in Tafelobstqualität aus. 2021 waren es nur 305 t. Hinzu kommen zirka 125 t in Mostobstqualität, die zu Saft, Most, Obstbrand oder Essig veredelt werden.

Außerhalb des Ländle Gütesiegelprogrammes werden voraussichtlich noch rund 15 t Tafeläpfel geerntet, davon etwa 6 t, die nach den Bio-Richtlinien produziert wurden. "Die gesamte Tafel-Apfelernte 2022 wird somit erfreuliche 465 t betragen. Sie liegt damit 25% über dem 10-jährigen Durchschnitt, der das Frostjahr 2017 enthält, und gut 40% über der letztjährigen Erntemenge. In einem Jahr, das enorme Kostensteigerungen für die Betriebe gebracht hat, ist diese gute Ernte besonders wichtig", betont Jens Blum, Obmann der ARGE Erwerbsobstbauern.

Das Apfeljahr

Das Obstjahr 2022 war für die meisten Betriebe erfreulich. Einzelne Frostnächte in der Blüte richteten keinen Schaden an. Vielmehr bremsten die niedrigen Temperaturen die Erreger des gefürchteten Feuerbrandes. Nach einem eher verregneten Frühjahr folgte ein warmer Sommer mit meist ausreichend Wasser. Dies führte zu einem guten Fruchtbehang mit eher großen Früchten. Durch die vielen kühlen Nächte der letzten Zeit sind Ausfärbung und Aromatik ausgeprägt. Eine Handvoll Betriebe wurde allerdings massiv von Hagelschlägen getroffen und fallen für den Tafelobstverkauf 2022 nahezu vollständig aus. "Äpfel an Jungbäumen, die den Früchten wenig Schatten bieten, zeigen mancherorts Sonnenbrand und sind hitzebedingt etwas weniger gut lagerfähig", erklärt Ulrich Höfert, Obstbau-Referent in der LK Vorarlberg. (Schluss)
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