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15.09.2021

Eva Schulev-Steindl wird neue Rektorin der Universität für Bodenkultur

Juristin und Expertin für Klima- und Umweltrecht wird zweite Frau an der Spitze seit Bestehen der Boku

Wien, 15. September 2021 (aiz.info). - Die Juristin und Expertin für Klima- und Umweltrecht, Eva Schulev-Steindl, wird neue Rektorin der Universität für Bodenkultur (Boku). Sie tritt am 1. Februar 2022 ihr Amt an und folgt damit Hubert Hasenauer, der sich nicht für eine weitere Amtsperiode beworben hatte. Schulev-Steindl ist damit die zweite Frau an der Spitze der Boku seit derem knapp 150-jährigen Bestehen. "Mit unserer neuen, renommierten Rektorin werden wir gemeinsam weiter die Position der Universität als eine der führenden Nachhaltigkeitsuniversitäten Europas stärken. Als Top-Klima- und Umweltjuristin bringt sie dazu exzellentes Know-how und damit die besten Voraussetzungen für die Stärkung der Wettbewerbsposition der Boku in einem zunehmend globalisierten Umfeld mit", erklärte der Vorsitzende des Universitätsrats, Kurt Weinberger, bei der gestrigen Vertragsunterzeichnung.

Eva Schulev-Steindl ist aktuell am Institut für Öffentliches Recht und Politikwissenschaft an der Universität Graz tätig, wo sie einen Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Wirtschaftsrecht innehat. Die gebürtige Wienerin ist Magistra der Sozial-und Wirtschaftswissenschaften, Doktorin der Rechtswissenschaften und erwarb sich einen postgradualen Master of Laws an der London School of Economics and Political Science. Ihre langjährige Universitätskarriere führte sie unter anderem auch sechs Jahre an die Boku, an die sie 2008 auf eine Professur für Rechtswissenschaft berufen wurde. Hier war sie ab 2009 auch stellvertretende Senatsvorsitzende und Vorsitzende der Schiedskommission. "In dieser Zeit habe ich die Boku und die an ihr tätigen Menschen aus fachlicher und persönlicher Sicht sehr zu schätzen gelernt", so Schulev-Steindl. "Die Rückkehr an die Boku in der Funktion einer Rektorin freut mich ganz besonders."

Seit Beginn der universitären Laufbahn von Schulev-Steindl nehmen umwelt- beziehungsweise nachhaltigkeitsbezogene rechtliche Themen in ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit einen zentralen Stellenwert ein: "Das Profil der Boku als eine technisch-naturwissenschaftliche, interdisziplinäre Life-Sciences-Universität ist einzigartig und verschafft ihr in weiten Bereichen ein Alleinstellungsmerkmal. Die Vielfalt der an ihr vertretenen Disziplinen und Fächer ermöglichen es der Boku wie kaum einer anderen Universität, aktuelle, gesellschaftlich höchst relevante Probleme wie den Klimawandel oder die Biodiversitätskrise auf hohem wissenschaftlichen Niveau zu untersuchen und adäquate, der Komplexität dieser Phänomene Rechnung tragende Lösungsansätze zu entwickeln. Diesen wissenschaftlichen 'Unique Selling Point' der Boku gilt es klarer und noch stärker im universitären Wettbewerb zu verankern." (Schluss)