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05.08.2022

EU-Schweinemarkt auf niedrigem Mengenniveau ausgeglichen

Notierung legt in Österreich um 3 Cent zu

Wien, 5. August 2022 (aiz.info). - Am EU-Schweinemarkt wird ein klar unterdurchschnittliches Angebot an schlachtreifen Tieren gemeldet. Der mit Ausnahme von Spanien europaweite Produktionsrückgang sowie die allerorts hitzebedingte Wachstumsdepression in den Maststallungen verursachen ein heuer überdurchschnittlich großes Sommerloch. Trotzdem sucht man die große Versorgungslücke am Fleischmarkt vergeblich. Die knapp zweistellige Inflation schmälert die Kauflaune bei Fleischprodukten, die Wurst-/Schinkenproduzenten greifen nach wie vor kräftig auf die noch immer hohen Gefrierlagerbestände zu. Vor diesem Hintergrund konnte das deutsche Preismodell die Hoffnung der Erzeuger auf steigende Preise nicht erfüllen.

In Österreich wurden in der abgelaufenen Woche mit 85.843 Stück, trotz Fünftagewoche, nicht mehr Schweine geschlachtet, als dies in feiertagsbedingten Viertagewochen üblicherweise der Fall ist. Hauptgrund dieser Entwicklung ist das fehlende Angebot, berichtet Johann Schlederer, Geschäftsführer der Österreichischen Schweinebörse. Trotzdem gab es in den vergangenen Wochen keinen Kampf um das letzte Schwein, da auch am Fleischmarkt lustlose Lethargie überwog. Erste Anzeichen auf eine leichte Belebung sind allerdings spürbar. Aktionsangebote bei Grillfleisch in Supermärkten sowie erste Urlaubsheimkehrer, die das Hochsommerwetter noch für Grillaktivitäten nutzen möchten, dürften das Pflänzchen Hoffnung nähren. 

An der Österreichischen Schweinebörse verzeichnete das frische Angebot ein neuerliches Rekordminus, was ein aktiveres Bemühen nach Schweinepartien seitens der Abnehmer nach sich zog. In der Konsequenz konnte die Erzeugerseite ein Plus für die Mastschweine-Notierung von 3 Cent auf 2,03 Euro (Berechnungsbasis: 1,93 Euro) je kg Schlachtgewicht erzielen. (Schluss)
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