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17.05.2019

EU-Schweinemarkt: Schwächelndes Lebendangebot bei guter Nachfrage

Österreich: Mastschweine-Notierung legt um 3 Cent zu

Wien, 17. Mai 2019 (aiz.info). - Die Verhältnisse am EU-Lebendschweinemarkt sind derzeit nicht deckungsgleich mit dem Geschehen am Fleischmarkt. Während sich die Schlachtbranche in vielen Ländern bemühen muss, um die für eine vernünftige Auslastung der Kapazitäten erforderlichen Mengen an schlachtreifen Tieren herbeizuschaffen, ist der Zug im Fleischbusiness vorerst abhanden gekommen. Einerseits sind es, bedingt durch die gestiegenen Preise, verhaltenere Orders in Industriebereichen, andererseits sind jene glücklich, die jetzt Gefrierfleisch auslagern können. Der europaweite Kälteeinbruch stoppte das sonst um diese Zeit schon flotte Grillgeschäft gänzlich. Daher basiert zum Beispiel der Preisanstieg in Deutschland (+4 Cent) primär auf der knappen Angebotslage am Lebendmarkt.

Auch in Österreich hinkt das Lebendangebot seit Wochen den Vorjahreswerten hinterher. Daher sind schlachtreife Tiere, die zuletzt mit sehr stabilen 98 kg Schlachtgewicht gehandelt wurden, rar und gesucht, berichtet Johann Schlederer, Geschäftsführer der Schweinebörse. Eher lange Gesichter charakterisieren zurzeit den heimischen Fleischmarkt. Internationale Dumpingangebote erschweren in diesem Bereich das Umsetzen gestiegener Preise auf den nachgelagerten Stufen. Infolgedessen gab es zum angebotsbedingten Preisanstieg von 3 Cent an der heimischen Börse auch unzufriedene Kommentare seitens mancher Abnehmer. Die Mastschweine-Notierung steigt jedenfalls auf 1,75 Euro (Berechnungsbasis: 1,65 Euro) je kg Schlachtgewicht. (Schluss)

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