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12.10.2018

EU-Schweinemarkt: Anhaltend reichliche Versorgung und Preisdruck

Österreich: Überdurchschnittliches Angebot führt zu Minus von 5 Cent

Wien, 12. Oktober 2018 (aiz.info). - Die seit Wochen für diese Jahreszeit nicht untypische Preisdruckphase am europäischen Schweinemarkt findet auch in der aktuellen Woche noch kein Ende. Dabei gibt einmal mehr der größte EU-Schweineproduzent Deutschland mit -4 Cent die Richtung vor. Inoffiziell wurde diese Preisrücknahme seitens der Schlachtbranche mittels Hauspreispolitik bereits im Vorfeld vollzogen. Obwohl am Fleischmarkt auch von Entspannungstendenzen die Rede ist, ist das Bestellwesen bei der Schlachtbranche und damit auch am Lebendmarkt alles andere als offensiv. Stimmungskiller ist dabei einmal mehr die Afrikanische Schweinepest, die im Wildschweinebestand Belgiens weiter um sich greift.

In Österreich spiegelt sich das europäische Szenario wider. Nicht alle schlachtreif gemeldeten Schweinepartien finden in der gewünschten Zeit den Weg zum Schlachthaken. Überhänge und Neuanmeldungen ergeben zusammen ein um etwa 10% über dem Durchschnitt liegendes Angebot, berichtet Johann Schlederer von der Schweinebörse. Vor diesem Hintergrund gab es seitens der Abnehmer vehemente Forderungen nach einer umfangreicheren Preisrücknahme als im Referenzmarkt BRD. In der Erwartung eines reduzierten Rückstaus wurde ein Minus von 5 Cent fixiert, die Mastschweine-Notierung sinkt somit auf 1,37 Euro (Berechnungsbasis: 1,27 Euro) je kg Schlachtgewicht. (Schluss)

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