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23.07.2021

EU-Schweinefleischmarkt bleibt weiterhin angespannt

Kleines Angebot kann Preise trotz Druck relativ gut halten - Notierungen unverändert

Wien, 23. Juli 2021 (aiz.info). - Seit Wochen dominiere trübe Stimmung den Schweinefleischmarkt der EU, so der Marktbericht der Schweinebörse. Weil der Drittlandexport speziell Richtung Asien massiv schwächle, breite sich Druck durch die nicht absetzbare Ware ziemlich gleich verteilt über Europa aus. Nur weil im Juli saisonüblich das geringste Schweineangebot anfalle, hielten sich die Preiseinbußen in Grenzen. Im von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gebeutelten Deutschland hätten erstmalig bei Hausschweinen aufgetretene Seuchenfälle für zusätzliche Aufregung gesorgt. Weil aber die schon bestehenden internationalen Vermarktungsrestriktionen nicht verschärft worden seien, habe die Notierung stabil gehalten werden können. Auch in Österreich wurde für die Kalenderwoche 30 das Preisniveau unverändert fortgeschrieben.

Hierzulande bewegten sich Angebot und Nachfrage an schlachtreifen Schweinen ausgewogen auf unterdurchschnittlichem, bei zirka 90% liegendem Niveau. Das seit Wochen schwächelnde Schweineangebot dürfte zumindest am Frischfleischmarkt, auf dem die heimische Herkunft eine besondere Bedeutung hat, zu einer gewissen Entspannung geführt haben. Im Juli habe sich das Schlachtgewicht auf relativ stabilen 97,3 kg eingependelt, was ebenfalls auf eine gewisse Ausgewogenheit hindeute. Somit habe auch die Österreichische Schweinebörse die Verhältnisse ähnlich eingeschätzt und es sei unverändert bei einem Mastschweine-Notierungspreis von 1,64 Euro/kg (Berechnungsbasis: 1,54 Euro) geblieben, was ein Fortschreiben des bestehenden Preisniveaus zur Folge hatte. Als Ferkelpreise werden 2,50 Euro/kg genannt, woraus sich eine Preisdifferenz zu bayerischen Ringferkeln von rund 21,95 Euro pro Tier ergebe. (Schluss)