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16.05.2019

EU: Exporte von Magermilchpulver legten im 1. Quartal 2019 um 35% zu

Ausfuhren von Butter und Vollmilchpulver deutlich rückläufig

Brüssel, 16. Mai 2019 (aiz.info). - Der EU-Außenhandel mit Milchprodukten war im 1. Quartal 2019 von gegenläufigen Tendenzen gekennzeichnet: Auf der einen Seite konnten die Exporte von Magermilchpulver stark erhöht werden. Gleichzeitig war jedoch bei den Ausfuhren von Butter und Vollmilchpulver ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Dies geht aus soeben veröffentlichten Daten der Milchmarkt-Beobachtungsstelle der EU-Kommission hervor.

Die EU-Exporte von Magermilchpulver konnten von Jänner bis März 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 35% auf 261.900 t angehoben werden. Die größten Abnehmer waren Indonesien, das seine Bezüge um 170% auf mehr als 30.000 t fast verdreifachte, weiters China mit 28.400 t (+140%) und Algerien mit 28.100 t (-36%). Ein deutliches Plus wurde auch bei den Lieferungen nach Ägypten, Malaysia, Saudi-Arabien und Singapur verzeichnet.

EU bei Magermilchpulver konkurrenzfähig

Die EU bietet Magermilchpulver derzeit am Weltmarkt günstiger an als große Mitbewerber. So lag nach Angaben der EU-Kommission die durchschnittliche Notierung am 12. Mai 2019 in der Union bei 2.185 USD/t, während dieses Produkt von den USA im Mittel um 2.346 USD/t und von Ozeanien um 2.563 USD/t angeboten wurde.

Exporte von Käse leicht erhöht

Im Käsebereich konnten die EU-Ausfuhren im 1. Quartal 2019 um 2% auf knapp 209.000 t erhöht werden. Die USA waren mit gut 30.000 t (+6%) der wichtigste Kunde. Besonders deutlich konnten die Lieferungen nach Japan gesteigert werden, sie legten um 27% auf 27.400 t zu. Drittgrößter Abnehmer war die Schweiz mit 15.100 t, was einem Plus von 1% entspricht.

Ausfuhren von Vollmilchpulver spürbar geschrumpft

Im Gegensatz zur positiven Tendenz bei Magermilchpulver waren die Exporte von Vollmilchpulver von Jänner bis März 2019 stark rückläufig, in Summe sanken sie um 26% auf 70.200 t. Der Oman blieb mit Bezügen von 11.900 t der größte Abnehmer, nahm aber um 31% weniger Ware ab als im Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber konnten die Ausfuhren nach Kuwait um 21% auf knapp 5.200 t angehoben werden, während die Lieferungen nach China um 24% auf 4.000 t sanken. Wichtige Zielmärkte waren auch der Libanon und Angola. Aktuell bietet die EU Vollmilchpulver mit durchschnittlich 3.276 USD/t etwas günstiger am Weltmarkt an als Ozeanien mit 3.288 USD/t, während die Notierung in den USA mit 3.616 USD/t klar über diesem Preisniveau liegt.

Butterlieferungen in wichtige Zielmärkte rückläufig - USA kauften mehr Ware

Die EU-Butterexporte verringerten sich im Berichtszeitraum um 15% auf 32.400 t. Der größte Anteil dieser Drittland-Lieferungen ging mit 7.100 t in die USA, die um 21% mehr Butter abnahmen. Vergleichsweise gering fielen die Ausfuhren nach China aus, sie wurden um 14% auf 2.100 t erhöht. Die Exporte nach Saudi-Arabien schrumpften um die Hälfte (-48%) auf knapp 2.000 t, während die Lieferungen in die Vereinigten Arabischen Emirate (1.400 t) immerhin stabilisiert werden konnten. Ebenfalls rund 1.400 t machten die Exporte in den Libanon (+16%) und nach Singapur (-34%) aus.

Auch bei Butter sind die EU-Anbieter derzeit (Stand 12. Mai) am Weltmarkt mit durchschnittlichen Notierungen von 4.664 USD/t gegenüber den USA (5.076 USD/t) und Ozeanien (5.750 USD/t) konkurrenzfähig. (Schluss) kam

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