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21.10.2021

EU-Agrarverbände zu Farm to Fork: Veränderung braucht konkrete Maßnahmen

Organisationen beharren auf Folgenabschätzung

Brüssel, 21. Oktober 2021 (aiz.info). - Zahlreiche europäische Verbände und Akteure in der EU-Lebensmittelversorgungskette erkennen die Zustimmung des Europäischen Parlaments zum Initiativbericht über die Farm to Fork-Strategie an, bedauern aber, dass die darin enthaltenen "blinden Flecken" und dementsprechend benötigte Maßnahmen und Lösungen nicht adressiert wurden. "Wir wissen, dass es Veränderungen braucht, und wir sind weiterhin entschlossen, unseren Beitrag auf dem Weg zu einem nachhaltigen Ernährungssystem zu leisten. Wir arbeiten bereits alle in diese Richtung. Was uns derzeit jedoch fehlt, sind neue Werkzeuge und ein klarer Plan. Die Frist bis 2030 droht schnell abzulaufen, und Veränderungen können nicht über Nacht umgesetzt werden", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von 27 europäischen Agrarverbänden und Organisationen, darunter der Dachverband der EU-Landwirte und -Genossenschaften COPA-COGECA, der Verband des Getreidehandels (Coceral), der Biodieselhersteller (EBB), der Milchindustrie (EDA), der Landbesitzer (ELO), der Junglandwirte CEJA etc.

Die Interessenvertretungen fordern konkrete Vorschläge von der EU-Kommission, wie etwa zu den Auswirkungen von Carbon Leakage, zur europäischen strategischen Autonomie oder zu den Verbraucherpreisen. Klare Signale des EU-Parlaments an die Europäische Kommission für eine umfassende Folgenabschätzung der Farm to Fork-Strategie werden von den Verbänden begrüßt. (Schluss) hub