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14.09.2017

EP stimmt bei LULUCF für nachhaltige und wirtschaftliche Forstnutzung

Interessenverbände aus Forst- und Holzwirtschaft begrüßen Votum als positiven Schritt

Wien, 14. September 2017 (aiz.info). - Das Europaparlament (EP) stimmte am Mittwoch über die EU-Verordnung zur Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (LULUCF) ab. Umstritten war dabei vor allem die Intensität der Forstnutzung. Die Mehrheit einigte sich darauf, dass die Nutzung sowohl nachhaltig als auch wirtschaftlich erfolgen müsse. In der EU sei die Waldfläche um 9 Mio. ha angestiegen, erklärte EP-Berichterstatter Nobert Lins (CDU). Das sei das Beste für das Klima und nur möglich, wenn sich Forstwirtschaft auch lohne. Die Grünen hätten dagegen die Nutzung des Holzes als Rohstoff für Papier gerne eingeschränkt, da dies kein Beitrag zum Klimaschutz sei. Die LULUCF-Verordnung soll nun möglichst rasch in den Verhandlungen mit dem Ministerrat und der EU-Kommission abgestimmt werden. Die 1,8 Mio. Arbeitsplätze entlang der forstlichen Wertschöpfungskette repräsentierenden europäischen Interessenverbände aus Forstwirtschaft, Holz- und Papierindustrie - EUSTAFOR, CEPF, COPA-COGECA, CEPI und CEI-Bois - begrüßten in einer gemeinsamen Aussendung das EP-Votum als einen "positiven Schritt".

Land- und Forstwirtschaft sollen nach dem Willen des Europaparlaments ihren Beitrag zur Klimapolitik der EU leisten. Die bodenbasierten Wirtschaftssektoren dürften nicht mehr Treibhausgase produzieren als im Wald als Karbonsenke wieder eingelagert wird. Die Landwirtschaft solle durch die Anreicherung der organischen Substanz im Boden zum Klimaschutz beitragen und Moore möglichst nicht entwässern.

Der Generalsekretär der EU-Landwirte- und Genossenschaftsverbände COPA-COGECA, Pekka Pesonen, sagte in der Aussendung, das Votum "unterstützt nachhaltige Forstnutzungspraktiken und anerkennt die in den ländlichen Regionen getätigten Milliardeninvestitionen. Nachhaltige Erntemethoden gehen Hand in Hand mit der multifunktionalen Rolle der Wälder. Das bringt ausgezeichnete Ergebnisse für Klima, Gesellschaft und Wirtschaft". Die nun folgende Abstimmung mit dem Rat müsse sicherstellen, dass jedes Mitgliedsland seine Wälder weiterhin in transparenter und wissenschaftsbasierter Weise mit langfristigen Strategien managen könne und nicht fürchten müsse, bestraft zu werden oder die Rechte privater Waldeigentümer zu verletzen. (Schluss) mö

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