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05.08.2022

Drei weitere Frachter mit ukrainischem Getreide ausgelaufen

Insgesamt 58.000 t Mais geladen

Odessa, 5. August 2022 (aiz.info). - Am Freitagmorgen sind aus den ukrainischen Schwarzmeerhäfen drei weitere Getreidefrachter ausgelaufen. "Aus den Häfen von Groß-Odessa ist die erste Karawane mit ukrainischem Getreide aufgebrochen", teilte Infrastrukturminister Olexandr Kubrakov am Freitag auf dem Telegram-Kanal der Behörde laut APA mit. Insgesamt befinden sich rund 58.000 t Mais an Bord der drei Schiffe.

Die Frachter sind aus Odessa und dem anliegenden Hafen Tschornomorsk gestartet. Neben dem türkischen Frachter "Polarnet" geht es um die unter der Flagge Panamas fahrende "Navi Star" und die unter maltesischer Flagge fahrende "Rojen". Die Schiffe sind nach ukrainischen Angaben auf dem Weg in die Türkei sowie nach Großbritannien und Irland. Laut dem türkischen Verteidigungsministerium werden sie in Istanbul inspiziert.

Neben den drei Schiffen, die ukrainische Häfen verlassen haben, soll außerdem ein unbeladenes Schiff nach Tschornomorsk geschickt werden. Die unter der Flagge von Barbados fahrenden "Fulmar S" sei bereits in Istanbul kontrolliert worden, twitterte das türkische Verteidigungsministerium.

Die Ukraine fordert unterdessen eine Ausweitung des Abkommens für Getreideexporte über das Schwarze Meer auch auf andere Güter. Bei dem Abkommen gehe es um Logistik, um eine Bewegung von Schiffen im Schwarzen Meer, sagt der stellvertretende Wirtschaftsminister Taras Katschka der "Financial Times". "Was ist denn der Unterschied zwischen Getreide und Eisenerz?", fragte er.

Unter Vermittlung der Türkei und der Vereinten Nationen (UNO) hatte Russland seine Seeblockade gelockert, um den Export von Getreide aus der Ukraine über das Schwarze Meer zu ermöglichen. Damit soll ein Nahrungsmittelmangel vor allem in ärmeren Ländern verhindert werden.

Anfang der Woche war nach mehrmonatiger russischer Seeblockade der erste Getreidefrachter aus einem ukrainischen Schwarzmeerhafen gestartet. Die "Razoni" ist nach erfolgreicher Fahrt durch den zwischen den Kriegsparteien vereinbarten Korridor im Schwarzen Meer und einer Inspektion am Bosporus inzwischen auf dem Weg in den Libanon. Die Wiederaufnahme der ukrainischen Getreideexporte gilt als wichtig für die Stabilisierung der Lebensmittelpreise auf dem Weltmarkt. Vorerst will Kiew aus Sicherheitsgründen allerdings täglich nur drei Schiffe entsenden. (Schluss) 
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