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29.06.2020

Deutscher Agrarrohstoffindex im Juni mit leichten Verlusten

Milcherzeugerpreise rückläufig - Fleischpreise stabil

Bonn, 29. Juni 2020 (aiz.info). - Der Index für die Preisentwicklung der wichtigsten Agrar- und Nahrungsmittelrohstoffe in Deutschland lag im Juni bei 127,4 Punkten und verzeichnete somit einen Rückgang um 0,2% im Vergleich zum Vormonat. Der Preiszuwachs an den Fleischmärkten wurde durch die Verluste an den Milchmärkten und geringfügige Korrekturen an den Getreidemärkten übertroffen, teilt die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) mit.

Die Regenfälle haben die Lage auf den deutschen Feldern entspannt und damit auch die Stimmung auf den Getreidemärkten verbessert. Die positiveren Ertragsaussichten führten aber gleichzeitig zu rückläufigen Preisen, die ihrerseits das Verkaufsinteresse bremsten. Von der alten Ernte werden ohnehin nur noch sporadisch Restmengen offeriert, die Partien werden vom Markt flott aufgenommen.

Die Erzeugerpreise für Rohmilch werden laut AMI im Juni voraussichtlich im Zuge der von März bis Mai rückläufigen Verwertungen bei den Molkereien zunächst noch weiter nachgeben. Seit Mai konnte sich der Milchmarkt in ersten Schritten allerdings von den Auswirkungen der Corona-Pandemie erholen. Die Notierungen an den Produktmärkten haben angezogen, teils sogar deutlich, oder zeigen nun festere Aussichten.

Nach der Schließung des Schlachthofes in Rheda-Wiedenbrück (aufgrund der Häufung von Corona-Fällen) herrscht am deutschen Schweinemarkt aktuell Verunsicherung. Dabei sorgten die eher kleinen Stückzahlen in den vergangenen Wochen für stabile Preise. Das Angebot an Schlachtrindern fällt ebenfalls überschaubar aus, gerade Kühe sind häufig sogar knapp. Dem entsprechend entwickelten sich die Notierungen zuletzt wieder stabil, teilweise sogar fester. (Schluss)

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