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12.07.2018

Agrana mit Gewinnrückgang um 47% im ersten Quartal 2018/19

Ursachen sind tiefe Zucker- und Isoglukosepreise nach Quotenende und gesunkene Bioethanolpreise

Wien, 12. Juli 2018 (aiz.info). - Das globale Frucht-, Stärke- und Zuckerunternehmen Agrana startete mit einem deutlichen EBIT-Rückgang in das Geschäftsjahr 2018/19. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich der Umsatz im ersten Quartal (1. März bis 31. Mai 2018) um 7,9% auf 630,3 Mio. Euro. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) hat sich um 47% auf 37,0 Mio. Euro fast halbiert. "Im Wesentlichen ist das auf die tiefen Zucker- und Isoglukosepreise nach dem Quotenende und die im Vorjahresvergleich deutlich niedrigeren Bioethanolpreise zurückzuführen. Die Entwicklung des Segments Frucht verlief entsprechend unserer Planung zufriedenstellend und lag ergebnismäßig leicht über dem Vorjahr", zieht Vorstandsvorsitzender Johann Marihart Zwischenresümee. Für das laufende Geschäftsjahr wird mit einem Konzernumsatz auf Vorjahresniveau und beim EBIT mit "einem deutlichen Rückgang" gerechnet.

Finanzkennzahlen Agrana-Konzern

Das Finanzergebnis verbesserte sich von -4,8 Mio. Euro im Vorjahr auf -4,3 Mio. Euro. Nach einem Steueraufwand in Höhe von 7,4 Mio. Euro, einer Steuerquote von rund 22,6% (Vorjahr: 21,7%) entsprechend, erreichte das Konzernergebnis 25,3 Mio. Euro (Vorjahr: 50,9 Mio. Euro). Das den Aktionären der Agrana zurechenbare Ergebnis je Aktie sank auf 1,50 Euro (Vorjahr: 3,16 Euro). Bei einer gegenüber dem Bilanzstichtag 2017/18 leicht gesunkenen Bilanzsumme zum 31. Mai 2018 von 2,31 Mrd. Euro (28. Februar 2018: 2,36 Mrd. Euro) stieg die Eigenkapitalquote um 2,1 Prozentpunkte auf 63,8% (28. Februar 2018: 61,7%). Die Nettofinanzschulden zum 31. Mai 2018 lagen mit 242,8 Mio. Euro um 10,3 Mio. Euro über dem Wert des Bilanzstichtages 2017/18. Das Gearing zum Quartalsstichtag stieg folglich geringfügig auf 16,5% (28. Februar 2018: 16,0%).

Der Umsatz im Segment Frucht lag im ersten Quartal auf Vorjahresniveau. Bei Fruchtzubereitungen blieb er trotz gestiegener Absätze konstant. Bei Fruchtsaftkonzentraten führte die magere Apfelernte 2017 zu höheren Konzentratpreisen und damit zu einem Umsatzanstieg. Das EBIT lag um 1,6% über dem Vergleichswert des Vorjahres. Während der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen währungsbedingt eine moderate Ergebnisverschlechterung verzeichnete, stieg das EBIT im Fruchtsaftkonzentratgeschäft aufgrund besserer Deckungsbeiträge bei Apfelsaftkonzentrat aus der Ernte 2017 sowie der weiterhin erfreulichen Entwicklung im Grundstoffgeschäft deutlich.

Im Segment Stärke verringerte sich der Umsatz um 6,9%, was zum größten Teil auf die preisbedingt geringeren Umsätze bei Bioethanol und Isoglukose zurückzuführen ist. Mit einem EBIT von 9,9 Mio. Euro wurde das Rekord-Vorjahresergebnis deutlich unterschritten.

Deutlich gesunkene Zuckerverkaufspreise im Vergleich zur Vorjahresperiode führten im Segment Zucker zu einem Umsatzrückgang um 23,2%. Das schlechtere Verkaufspreisumfeld wirkte sich auch auf das EBIT aus, das von 18,1 Mio. Euro markant auf 1,6 Mio. Euro zurückging. (Schluss)

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